Wiehe. Wie sich die Frauen des SV Rot-Weiß Wiehe selbst einschätzen und wie zufrieden sie mit der bisherigen Saison sind.

Nach der ersten Saisonhälfte ziehen Wiehes Volleyballerinnen, die in der Bezirksliga auf Punktejagd gehen, eine verhaltene Bilanz. Dabei begann der Herbst durchaus vielversprechend für Kapitänin Katja Wagner, Annett Spenner, Christina Pfühler, Nadine Lehmann, Vanessa Main, Lily Krüger, Pharima Müller, Virginia Borchert, Stefanie Brix, Juliane Bunk, Lysann Fiebig, Jule Janetzky, Angela Rönnecke und Esther Rönnecke.

Im ersten Satz der Saison brillierte Annett Spenner mit ihren Aufschlägen und erreichte mit ihrem Team ein bis dahin nie dagewesenes 25:0 gegen den SVV Weimar III. Die Partie in der Klassikerstadt wurde 3:0 gewonnen und stellte ein erstes Ausrufezeichen dar. Dass dieses Niveau schwerlich zu halten war, war allen Spielerinnen klar. So gab es gegen die Zweite aus Weimar eine 1:3-Niederlage. Aber das brachte die Frauen von Christoph Müller nicht aus dem Konzept, denn eine Woche später wurde nervenstark in Sömmerda 3:2 gewonnen.

Trainingsbeteiligung meist durchwachsen

Entsprechend der durchwachsenen Trainingsbeteiligung und aufgrund etlicher gesundheitlicher Einschränkungen hatten die Damen vom SV Rot-Weiß Wiehe Mühe, an die ehemaligen guten Leistungen anzuschließen. So rangieren sie aktuell nach zehn absolvierten Spielen auf Platz neun in der Bezirksliga Nord-Mitte, wobei in dieser Saison ein ganzes Dutzend Mannschaften gemeldet sind. Mit beinahe jedem gegnerischen Team gab es bereits eine Begegnung. Zweimal konnten sich die Wieheschen schon gegen Sömmerda behaupten (3:2 und 3:0), jedoch gelang es ihnen weder im Hin- noch im Rückspiel, sich gegen den USV Erfurt durchzusetzen (1:3, 2:3). Hier war die Niederlage besonders bitter, als Wiehe sich im Tiebreak mit 15:17 geschlagen geben musste. Ein Spiel gegen die Volley-Juniors muss noch nachgeholt werden.

„Unser Saisonziel ist in der Regel, sich so gut wie möglich zu verkaufen und es den Gegnern nicht zu leicht zu machen, beziehungsweise im guten Mittelfeld mitzuschwimmen. Dass ein vorderer Platz bei der Konkurrenz kaum zu erreichen ist, war von Anfang an klar, weil wir dieses Jahr etliche sehr gute Teams dabei haben, die auf ähnlich hohem Niveau spielen“, so Kapitänin Katja Wagner.

Duelle mit Greußen sind Besonderheit

Und auch die Kyffhäuserduelle stehen noch aus. Der MTV Greußen und der SV Rot-Weiß Wiehe werden in dieser Saison erstmals am 10. Februar in Roßleben aufeinandertreffen. „Die Mädels von Greußen sind mit unsere Lieblingsgegner - sympathisch, hoch motiviert und agil. Ich kann mich kaum an ein Spiel unter fünf Sätzen erinnern. Da ist immer eine spannende Begegnung garantiert“, so die Vorfreude bei Wagner.

Der Januar, einschließlich des kommenden Wochenendes, ist voll mit Volleyball. So geht es am Samstag nach Gispersleben zum TSV Motor und gegen den FSV Gotha. Danach geht es nach Erfurt, wo die SG Erfurt Electronic IV und Schwarz-Weiß Erfurt III warten. Am letzten Januarwochenende müssen die Wieheschen Frauen noch mal auswärts ran. Beim SSV Weimar III und gegen den Bischlebener SV heißt es weiterhin kühlen Kopf zu bewahren. Vorher geht es jedoch ab dem kommenden Samstag an drei Wochenenden hintereinander für Wiehe in Erfurt und Weimar weiter.

„Wir können keine Wunder erwarten, aber noch ist einiges drin. Wir hatten zuletzt immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen, beim Training sind nie alle da. Schon gar nicht alle, die dann am jeweiligen Wochenende beim Punktspiel dabei sind. Schichtdienst, Ausbildung, Studium, Kinderbetreuung und so weiter spielen bei so einer bunten Truppe wie uns schon eine wichtige Rolle. Wenn dann noch Erkältungswelle und diverse Gelenkprobleme dazukommen, gibt das eine interessante Mischung. Dann reist das Team manchmal nur zu sechst oder zu siebt an und macht einfach das Beste draus“, fasst Mannschaftskapitänin Katja Wagner optimistisch zusammen.