Wutha-Farnroda. Der HV 90 gewinnt nach Kraftakt in der Regionsoberliga beim Schlusslicht Wutha-Farnroda II 26:22

Neues Jahr, neues Glück hieß die Devise bei den Arternern. In der vergangenen Saison gewann der HV Artern in Wutha-Farnroda durch einen 15-Meter-Wurf mit der Schlusssirene von Nico Zimmermann. So spannend wollten es die Handballer dieses Mal nicht machen. Beim 26:22-Auswärtssieg taten sie es auch nicht. Dennoch war es schwerer als erwartet und wohl auch als erhofft. Damit bleibt der HV Fünfter. Nach oben oder unten kann es im Tableau aktuell nicht gehen.

Mit einem vollen Kader von 14 Spielern ging es in den Wartburgkreis. Mit im Gepäck ein Wiederkehrer und frischer Wind. Mit Christian Krahmann kam der über zwei Meter große Kreisläufer zurück in den Kader und möchte der Mannschaft wieder weiterhelfen. Eine echte Verstärkung für die teils sehr stark dezimierten Arterner. Ebenfalls neu dazu kam aus der Jugend Philip Hautke, welcher nun seine ersten Schritte im Männerbereich gehen wird.

Christian Krahmann wie man ihn kennt: immer anspielbereit am Kreis.
Christian Krahmann wie man ihn kennt: immer anspielbereit am Kreis. © Mike El Antaki

Artern startete gut und ging schnell mit 3:0 in Führung. Krahmann zeigte dabei sofort seine Klasse und netze zweimal ein. Ein gelungener Wiedereinstieg. Trotz des gelungenen Starts fanden die Gäste nicht zur nötigen Sicherheit, sodass Wutha beim 5:6 wieder auf Tuchfühlung war. Artern aber zeigte Offensivqualitäten und stellte schnell auf 10:5. Der Vorsprung blieb erhalten, bis letztlich zum Schluss. Beim 14:10 wurden die Seiten gewechselt. Trotz der Führung waren die Arterner nicht zufrieden, da immer wieder beste Chancen liegengelassen wurden und so das Spiel weiterhin offen war. „Ich war nicht zufrieden, da das Ergebnis besser hätte sein können. Wir hatten viel zu hektische und unorganisierte Abschlüsse, welche Wutha zwar auch nicht mit Kontern nutzen konnte, aber wir so einen größeren Vorsprung ausließen“, so der kurzfristig eingesprungene Mannschaftsverantwortliche Alexander Littig.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit auch nicht. Das Spiel lief so weiter und so stand am Ende zwar ein 26:22-Auswärtssieg zu Buche, aber so richtig zufrieden waren die Gäste trotzdem nicht

„Grundsätzlich sind wir froh, dass wir nach den letzten drei verlorenen Punkten gegen Behringen und Meiningen endlich wieder gewonnen haben. Nur leider trainieren wir seit Wochen unser Angriffsspiel und die Abschlüsse und schaffen es nicht das Trainierte aufs Spiel zu übertragen. Das sind die Stellschrauben, an denen wir jetzt noch drehen müssen, um am Ende der Saison nicht in der unteren Tabellenhälfte zu landen“, so der kritische Spieler Mirko Hasl.