SV 09 Arnstadt sieht in Playoffs gute Aufstiegschancen

Peter Scholz
| Lesedauer: 3 Minuten
Im letzten Punktspiel, am 31. Oktober 2020, ist der Arnstädter Silvano Varnhagen von den Jenaern Thomas Stauche und Justus Schöppe umringt. Beim 3:1 gegen den SV Schott fuhr der Tabellenzweite seinen siebten Sieg ein.

Im letzten Punktspiel, am 31. Oktober 2020, ist der Arnstädter Silvano Varnhagen von den Jenaern Thomas Stauche und Justus Schöppe umringt. Beim 3:1 gegen den SV Schott fuhr der Tabellenzweite seinen siebten Sieg ein.

Foto: René Röder

Arnstadt.  Wie der Verbandsliga-Zweite SV 09 Arnstadt die Entscheidungen zur Thüringer Fußballsaison 2020/21 bewertet

Verbandsligist SV 09 Arnstadt hat seit vergangenen Montagabend Klarheit: Die Saison ist nach dem Abbruch praktisch vorbei. Dabei waren die Arnstädter sowohl in der Meisterschaft als auch im Landespokal noch gut dabei: Nach den bislang absolvierten Punktspielen rangierten die Akteure von Trainer Martin Hauswald auf Tabellenplatz zwei, hatten berechtigte Aufstiegschancen. Im Pokal war man in der 3. Hauptrunde.

Lösung im Pokal mitgetragen

„Im Landespokal haben alle 32 noch verbliebenen Vereine den gemeinsamen Wunsch gehabt, den Wettbewerb sportlich auszutragen“, berichtet Dominik Schneider, Geschäftsführer des SV 09 Arnstadt. „Dies ist aber aus verschiedenen und nachvollziehbaren Gründen nicht möglich.“

Auch die Arnstädter haben sich deshalb für die Lösung, das Endspiel zwischen dem ZFC Meuselwitz und dem FC Carl Zeiss Jena auszutragen, ausgesprochen. „Erst danach hat der TFV eine Entschädigung für alle beteiligten Vereine vorgeschlagen, die von Jena und Meuselwitz noch aufgestockt wurde. Ich persönlich finde das sehr anständig, gerade in dieser schwierigen Zeit mit wenigen Alternativen.“

Während der Landespokal also endgültig für die Arnstädter in dieser Saison Geschichte ist, gibt es beim Thema Aufstieg durchaus noch Chancen.

„Nach der letzten Vorstandssitzung des Thüringer Fußballverbandes können wir uns berechtigt Hoffnung machen, eine sportliche Austragung zu realisieren“, sagt Schneider zur Konstellation, wonach der Aufsteiger zwischen der BSG Wismut Gera, FSV Preußen Bad Langensalza, dem FSV Schleiz und eben dem SV 09 Arnstadt ermittelt werden soll.

Starker Kader – egal in welcher Liga

Gut denkbar wäre dabei aus Arnstädter Sicht eine Halbfinale und ein Finale, „wobei letzteres dann auf neutralen Boden stattfinden könnte und sollte“, sagt der SV-Geschäftsführer, der dem Verbandsligisten zutraut, diese vom TFV geplante Aufstiegsrunde erfolgreich zu bewältigen und damit den Oberliga-Aufstieg zu erreichen.

„Und ich kann versprechen, dass wir auch in der kommenden Saison, unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit, einen starken Kader haben werden“, hat Dominik Schneider ein Lob für die Truppe von Trainer Martin Hauswald parat: „Wir schauen auf jeden Fall positiv in die Zukunft.“

Für Schneider ist dabei aber auch die Verbandsliga in der kommenden Saison sehr attraktiv, sie werde für die Zuschauer noch spannender werden. „Auch wenn es für Jenaer Reserve und Nordhausen ein bitterer Gang ist, kann sich die gesamte Verbandsliga auf diese Teams freuen. Aber auch hier sehen wir leider keine faire sportliche Entscheidung“, schätzt der Geschäftsführer ein.

Doch auf die nächste Saison schaut man in Arnstadt derzeit nicht: „Wir haben guten Kontakt zur Mannschaft, zum Trainer und auch mit Daniel Nehrlich und Hagen Becker stimmen wir uns regelmäßig ab“, berichtet Schneider und betont: „Wir fokussieren uns jetzt auf die geplanten Play-off-Spiele und freuen uns alle, wenn es weitergeht.“

Die Hoffnung, dass Fußball an der frischen Luft in welcher Form auch immer bald wieder erlaubt wird, hat auch Dominik Schneider: „Aus verschiedenen Analysen und Veröffentlichungen zum Beispiel des DFB oder der Landesregierung, auch mit einem Blick auf die jetzt gestartete Bundesgartenschau, vertreten wir den Standpunkt mit, dass eine Ansteckung an der frischen Luft ausgesprochen unwahrscheinlich ist. Das haben wir auch in dem offenen Brief der Verbandsligisten an den Ministerpräsidenten bekräftigt“, sagt der Geschäftsführer.