ThSV Eisenach: Reserve geht selbstbewusst ins Heimspiel

Eisenach.  Nach dem überraschenden Erfolg in Suhl wollen die Eisenacher Thüringenliga-Handballer auch gegen Mühlhausen punkten. Behringen/Sonneborn ist in Ziegelheim gefordert.

Ole Gastrock-Mey  (vorn) empfängt mit Eisenachs Reserve den VfB Mühlhausen, Behringen/Sonneborn (Baumgarten) ist in Ziegelheim gefordert.

Ole Gastrock-Mey (vorn) empfängt mit Eisenachs Reserve den VfB Mühlhausen, Behringen/Sonneborn (Baumgarten) ist in Ziegelheim gefordert.

Foto: SPORTFOTOSEISENACH

„Nach dem Auswärtssieg in Suhl wollen wir nun einem weiteren Spitzenteam der Liga beide Punkte abluchsen“, erklärt Qendrim Alaj, der Kapitän des ThSV Eisenach II, vor dem Heimspiel am Sonntag, um 17 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle gegen den VfB Thomas Müntzer Mühlhausen. „Es wird ein Treffen von zwei Teams, die sich sehr gut kennen. Für den VfB Mühlhausen spricht seine über Jahre eingespielte Mannschaft“, ergänzt Qendrim Alaj.

Um die Achse Markus Bergmann und Daniel Strache (Rückraum) sowie Felix Fick (Kreis) dreht sich seit Jahren das Spiel des VfB Mühlhausen. „Die in Suhl gezeigte Mannschaftsleistung wollen wir wiederholen“, fügt Qendrim Alaj hinzu. Er wird wahrscheinlich die erfolgreiche Formation des vergangenen Wochenendes auf das Parkett führen. Dazu gehören wieder acht Youngster, die 20 Jahre oder jünger sind. Philipp Urbach und Tom Steiner stehen weiterhin auf der Verletztenliste. „Wir freuen uns auf dieses Derby und hoffen auf viele uns unterstützende Zuschauer“, so Qendrim Alaj.

Eine kompakte Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter sowie eine geduldige Angriffsgestaltung sieht die Marschroute von Dejan Leskovcek vor. „Mit dem in der Suhler Wolfsgrube getankten Selbstvertrauen wollen wir am Sonntagnachmittag doppelt punkten“, erklärt der Coach des ThSV Eisenach II. Die Gäste aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, in der Wartburgstadt das dritte Auswärtsspiel in Folge bestreitend, wollen das verhindern. „Wir haben im Vorjahr beide Ligaspiele gegen den ThSV Eisenach II gewonnen, das wollen wir auch in dieser Saison“, betont Karsten Knöfler, der Coach des VfB Mühlhausen. Der ThSV Eisenach II, seinerzeit mit den Zweitbundesliga-Anschlusskadern Hannes Iffert, Noah Streckhardt und Marius Noack, war im Heimspiel mit einer 23:22-Führung in die Schlussphase gegangen, um den Gästen am Ende mit einem 26:29 beide Zähler zu überlassen.

In Mühlhausen hatte der ThSV Eisenach II nach 42 Minuten mit 19:16 geführt, beim Abpfiff triumphierten die Gastgeber mit 29:25. Rückraum-Shooter Markus Bergmann hatte in diesen beiden Partien zusammen 16 Bälle eingenetzt. Am vergangenen Spieltag liefen er und Regisseur Daniel Strache beim Auswärtsspiel des VfB Mühlhausen in Gera nicht auf. „Sie bekamen eine Verschnaufpause, um kleine Blessuren auszukurieren“, ließ Knöfler wissen.

Der VfB Mühlhausen landete dennoch einen souveränen 37:21-Erfolg beim Aufsteiger. Beim Spiel in Eisenach sind Bergmann und Strache wieder dabei. „Ja, wir haben sogar die Qual der Wahl“, beschreibt Knöfler, einst Jugendbundesliga-Trainer beim ThSV Eisenach, die vorteilhafte personelle Situation aus dem Vollen schöpfen zu können. Er freut sich, dass Rechtsaußen Maximilian Jäschke, auch ein Ex-Eisenacher, die Verletzungen seines schweren Autounfalles vollständig überwunden hat. „Ich erwarte ein enges und umkämpftes Spiel. Die Mannschaft, die die wenigsten Fehler macht, wird den Sieg davontragen“, ist sich Karsten Knöfler sicher.

Der ThSV Eisenach empfiehlt allen Zuschauern, rechtzeitig zur Werner-Aßmann-Halle zu kommen. Die Formulare zur möglichen Kontaktverfolgung im Falle eines Corona-Falles sind vor Betreten der Halle auszufüllen. Im gesamten Bereich der Halle ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes für alle Zuschauer Pflicht.

Ebenfalls noch ungeschlagen ist nach zwei Partien der SV Behringen/Sonneborn. In der dritten Saisonpartie gastiert die Kohls-Truppe in Ziegelheim und trifft in der vermutlich ausverkauften Wieratalhalle (zugelassen sind 150 Zuschauer) auf eine Mannschaft, deren Kern seit Jahren zusammenspielt. Nach wie vor dreht sich alles um die Routinier Steffen Moritz und André Heinig. Beide haben in den ersten drei Partien 47 der 87 Ziegelheimer Tore erzielt. Wenn der T&C ihre Kreise einengen kann und ähnlich mutig wie in Eisenach (25:25) auftritt, ist ein Erfolg in Ostthüringen möglich.