Thüringen-Ultra in Fröttstädt: Leipziger holt Sieg und feiert das Triple

Fröttstädt  Zum dritten Mal in Folge gewinnt der Leipziger Sven Herder den Thüringen-Ultra in Fröttstädt über 100 Kilometer.

Entspannung nach der Tortur: Seriensieger Sven Herder hat es sich bequem gemacht.

Entspannung nach der Tortur: Seriensieger Sven Herder hat es sich bequem gemacht.

Foto: Sascha Fromm

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Zum dritten Mal angetreten; zum dritten Mal gewonnen. Sven Herder (Dynamo Dresden) wurde seiner Favoritenrolle beim diesjährigen Thüringen-Ultra erneut gerecht und feierte damit bei der zwölften Auflage am Samstag das Triple. Drei Siege – zudem noch in Folge? Das ist vor ihm noch keinem bei dem Ultra-Marathon über 100,22 Kilometer gelungen. 8:37:32 Stunden benötigte der 40-jährige Leipziger für die mit 2150 Höhenmetern gespickte Runde, die zweimal über den Rennsteig führt. Herders bisher bestes Ergebnis in Fröttstädt, der seine eigene Bestzeit um knapp viereinhalb Minuten unterbot.

„Und heute ist sogar auch noch mein Hochzeitstag“, verriet der Leipziger nach seinem Zieleinlauf bestens aufgelegt. Im vergangenen Jahr hatte er dabei noch Tochter Clara und Hündin Frieda vor sich hergeschoben. „Meine Frau und ich sind vor zwei Monaten erneut Eltern geworden. Daher ist sie mit unserem Sohn daheim geblieben“, erklärte Herder, warum er dieses Mal alleine in Fröttstädt über die Ziellinie lief.

Alleine auch, da erst neun Minuten und 17 Sekunden später der Zweitplatzierte folgte (8:46:49 h). Tell Wollert gab sein Debüt bei dem Event des SV Lauffeuer Fröttstädt – und überraschte nicht nur Herder als hartnäckigen Konkurrenten. Bis Kilometer 75 hing er an Herders Fersen und lief zwischenzeitlich sogar auch immer wieder mal vorneweg. „Vor allem die Bergabpartien sind meine Spezialität. Sven ist dafür bergauf einfach nur top. Wir haben uns zwischenzeitlich immer wieder gepusht“, sagte Wollert.

Der 38-jährige Personaltrainer aus Markkleeberg ist auf vielen Langstrecken ansonsten kein Unbekannter. Vor zwei Wochen absolvierte er den Malerweg nonstop (115 Kilometer/ 4000 Höhenmeter) in der Sächsischen Schweiz als einer von nur fünf Finishern. Auch beim Oberelbmarathon und beim Transvulkan-Marathon in La Palma (73 km) war er in diesem Jahr schon am Start.

Nicht wie erhofft lief es für Martin Armenat, dem Sieger von 2015 und Zweiten von 2016 und 2017. „Heute ging wirklich alles schief. Vom umgeknickten Knöchel über kurzes Verlaufen und Krämpfe in den Beinen schon ab Kilometer 60.“ Bis zum Kilometer 50 war der 37-Jährige aus Ohrdruf noch auf Tuchfühlung zur Spitze, lief zwischendurch auch an zweiter Stelle hinter Herder. Dann konnte er das Tempo nicht mehr mitgehen, sich aber in 9:10:51 Stunden noch über seine erste Bronzemedaille und den achten Stern auf seinem Finisher-Shirt freuen.

Bei den Frauen stand ein neues Gesicht am Ende ganz oben auf dem Treppchen: Britta Giesen (Laufwerk Hamburg) kam in 10:31:06 Stunden in Fröttstädt an – mit knapp einer halben Stunde Vorsprung vor Britta Hübner vom LC Duisburg (11:00:14). Platz drei ging an Elke Beierlieb (Veitenstein), die Thüringens längste Laufstrecke in 11:11:27 Stunden bewältigte.

Insgesamt haben beim 12. Thüringen-Ultra 248 Läufer die 100,22 Kilometer in Angriff genommen; 13 Starter schafften es nicht ins Ziel. Auch waren wieder zahlreiche Staffeln über 2x50 Kilometer und 4x25 Kilometer am Start. Schnellste Zweierstaffel bei den Männern waren Frank Wagner und Peter Schumann, die die Strecke in 7:28:13 Stunden absolvierten. Bestes Mixduo wurden Adrian Panse und Marie Brückner vom USV Erfurt (8:23:31 Stunden).

Alle Ergebnisse im Internet: www.timing.sportident.com Weitere Fotos: www. .de

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