Interview der Woche

Thüringenliga-Torjäger Kevin Reinemann: Wieder zurück, vorerst aber nur kurz

Arnstadt.  Der Arnstädter Fußballer Kevin Reinemann über seine lange Pause und die Hoffnung auf Erlösung von seinen Schmerzen

Kevin Reinemann (r.) mit Kevin Schenke und Felix Müller bei seiner Vertragsunterzeichnung beim SV 09 Arnstadt 2018.

Kevin Reinemann (r.) mit Kevin Schenke und Felix Müller bei seiner Vertragsunterzeichnung beim SV 09 Arnstadt 2018.

Foto: RENé ROEDER

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Fünf lange Monate konnte Thüringenliga-Torjäger Kevin Reinemann (26) für seinen SV 09 Arnstadt nicht eine Minute spielen. Zu groß waren die Schmerzen in der Leiste. Alle Versuche mussten abgebrochen werden. Unzählige Arzt-Termine folgten, doch helfen konnte dem Erfurter kein Sportmediziner wirklich. Die Ursachen seiner Leistenverletzungen waren nicht zu ermitteln. Gegen Heiligenstadt und Teistungen gab es überraschend nun aber doch Kurzeinsätze. An einer Wunderheilung lag das allerdings nicht.

Endlich zurück! Sind Sie nun auch endlich schmerzfrei?

Nee, nee. Das nicht. Ich habe immer noch Probleme, aber für ein paar Einsatzminuten reicht es.

Wann auch für ein ganzes Spiel?

Das wird noch etwas dauern. Anfang Dezember soll ich erst einmal operiert, werden. Anfang des Jahres hoffe ich dann richtig angreifen zu können. In der Rückrunde möchte ich wieder voll belastbar sein.

Wie lange fallen Sie dann ab Dezember noch einmal aus?

Sechs bis acht Wochen werden es – hoffe ich!

Was ist das eigentlich für eine Verletzung?

Eine weiche Leiste, eine Art Abnutzungserscheinung. Ich hatte mal eine Sprunggelenkverletzung und dadurch etwas Beckenschiefstand. Eine Fehlbelastung führte auf Dauer zu diesen Schmerzen in der Leiste zustande.

Deshalb jetzt auch dieses Blitz-Comeback, trotz der Schmerzen?

Genau. Ruhe hat nicht geholfen, Vollbelastung und Physio auch nicht. Teilbelastungen gehen schon.

Ihre Schmerzen konnte kein Arzt bisher behandeln oder eingrenzen.

Ich bin von Arzt zu Arzt geschickt worden. Nirgendwo konnte man mich wirklich von diesem Belastungsschmerz erlösen.

Bei wie vielen Ärzten waren Sie schon?

Es waren drei Chirurgen, drei Heilpraktiker, dazwischen Physios auch ein Urologe. Ich hab eigentlich fast alles durch.

Aber jetzt haben Sie Ihren Wunderheiler gefunden. Wo werden Sie nun operiert?

In Cottbus. Der Mannschaftsarzt von Energie Cottbus hat damit Erfahrungen und will mir helfen.

Wie kam es zu diesem Kontakt?

Doktor Ullmann, der Vereinsarzt von Rot-Weiß, hat ihn mir empfohlen. Er kennt Dr. Koch sehr lange, und ist ein Spezialist bei Leistenverletzungen. Ich glaube er stammt aus Oberhof.

Wie ist das, fünf Monate nur von draußen zuschauen zu können?

Langweilig. Ich will natürlich spielen, nicht nur zuschauen. Ich hoffe ganz fest 2020 wieder auf Torejagd gehen können.

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