Thüringer HC nimmt am Montag wieder das Training auf

Erfurt.  Die Bundesliga-Handballerinnen werden zunächst mit einem Corona-Test begrüßt.

Trainer Herbert Müller freut sich, seine Handballerinnen am Montag zu begrüßen.

Trainer Herbert Müller freut sich, seine Handballerinnen am Montag zu begrüßen.

Foto: Sascha Fromm

Untersuchung, Laktattest, Lauf: Der Plan steht. Nach mehr als dreieinhalb Monaten Pause starten die Handballerinnen des Thüringer HC am Montag in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Trainer Herbert Müller kann es kaum erwarten, wieder mit der Mannschaft arbeiten zu dürfen. „Endlich geht’s los“, freut er sich. Mit dem Trainingsauftakt kehrt das neu formierte Team ein weiteres Stück in die Normalität zurück.

Saisonstart wohl am 5./6. September

Neun schweißtreibende Wochen liegen vor dem 19 Spielerinnen umfassenden THC-Kader. In der Hoffnung, dass der Handball-Alltag danach wieder vollständig einkehrt. Nach den Plänen der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) ist der Saisonstart für den 5./6. September vorgesehen.

Ein Großteil der 16 Erstligisten sei optimistisch, die Voraussetzungen dafür erfüllen zu können, berichtet THC-Manager Maik Schenk von der Ligatagung am Wochenende in Köln. Die HBF ist intensiv dabei, ein Konzept zu erstellen.

Grundlage für einen Trainings- und Spielbetrieb in der neuen Bad Langensalzaer Heimstätte soll ein umfangreiches Hygienekonzept sein, das der THC auch in Anlehnung an Empfehlungen des Deutschen Handball-Verbandes (DHB) erarbeitet und dem Unstrut-Hainich-Kreis vorgelegt werden soll. Das Training in Erfurt fußt auf den Vorschriften des Sportbetriebes. Es ist im Vergleich zu anderen Jahren an die aktuelle Lage angepasst.

In die Halle geht es erst donnerstags

Die ersten Tage sind etwa auf individuelle Trainingsformen vorwiegend im Freien ausgelegt. Nach dem Medizin-Check am Montag im Hufeland-Klinikum schließt sich am Dienstag einzeln der Laktat-Test an. Danach geht es in den Sportpark, in den Sand, ehe die ersten Läufe anstehen. In die Halle geht es erstmals am Donnerstag, ehe tags darauf die berüchtigten zwölf Kilometer zu rennen sind.

Herbert Müller eilt derweil schon seit Tagen durch die Stadt. Stück für Stück treffen die Spielerinnen in Erfurt ein. Wohnungen wurden nach den Weggängen noch geräumt, ehe die Neuen ihre Quartiere bezogen und beziehen werden.

Emma Ekenman-Fernis wird am Samstag eine der letzten der acht Zugänge sein, die der THC in Erfurt begrüßt. Aufgrund der hohen Fallzahlen in ihrer schwedischen Heimat erwartet die 23-Jährige am Flughafen in Frankfurt/Main zunächst ein Corona-Test. Ein negatives Ergebnis in Verbindung mit einem Gesundheitszeugnis bildet nach der Vorstellung beim Gesundheitsamt die Voraussetzung, um eine Quarantäne umgehen zu können. In dem Punkt will der THC ohnehin auf Nummer sicher gehen. Um nicht Gefahr zu laufen, einen Schritt zurückgehen zu müssen, werden alle Spielerinnen getestet.