Thüringer HC: Topspiel gegen Bietigheim abgesagt

Handball-Bundesligist Thüringer HC tritt am Freitag nun doch nicht gegen Bietigheim an. Die Liga hat den kompletten Spieltag abgesagt.

Abgesagt: THC-Trainer Herbert Müller und seine Spielerinnen sind an diesem Wochenende zur Untätigkeit gezwungen.

Abgesagt: THC-Trainer Herbert Müller und seine Spielerinnen sind an diesem Wochenende zur Untätigkeit gezwungen.

Foto: Sascha Fromm

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Erfurt. Das Geisterspiel des Thüringer HC am Freitag findet nun doch nicht statt. Einen Tag vor der Austragung des Spitzenduells zwischen dem Pokalsieger und Meister SG Bietigheim hat die Handball Bundesliga Frauen (HBL) aufgrund der Krise um das Coronavirus alle Begegnungen der 1. und 2. Bundesliga für das kommende Wochenende abgesagt.

„Wir sind froh über diese einheitliche Regelung“, sagte THC-Manager Maik Schenk: „Es wäre nicht nachvollziehbar gewesen, wenn ein Spiel ohne Zuschauer stattfindet, das andere wiederum mit Fans und eine weitere Partie ausfällt.“

Wann die Spiele nachgeholt werden, steht noch nicht fest. „Über das weitere Vorgehen bezüglich eines Nachholtermins oder ähnliches entscheidet der Vorstand in Absprache mit den Vereinen in der kommenden Woche“, heißt es in einer Pressemitteilung der HBF.

Für den Thüringer HC wäre ein Geisterspiel eine enorme finanzielle Belastung gewesen. Schenk hatte ein mögliches Defizit mit 30.000 Euro beziffert. Der Ausfall wäre so hoch gewesen, weil zu den fehlenden Zuschauereinnahmen auch die Live-Übertragung bei Eurosport hinzugekommen wäre. Für die Kosten der Produktion muss der Thüringer HC aufkommen. Allerdings hatte der Sender schon angekündigt, aufgrund der aktuellen Lage keinen Livereporter nach Erfurt schicken zu wollen und auf Interviews nach dem Spiel gänzlich zu verzichten.

Das nächste Punktspiel für den Thüringer HC stünde laut Spielplan am 4. April in der heimischen Riethsporthalle gegen die HSG Blomberg-Lippe auf dem Plan. Aber auch dann gilt noch das vom Land Thüringen verfügte Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern. Jene Regelung gilt zunächst bis zum 10. April.

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