Thüringer HC: „Viel Talent, aber die Aggressivität fehlt“

Erfurt.  Der Thüringer HC spielt am Sonnabend gegen Astrachan in der Wiedigsburghalle in Nordhausen.

Archivbild. Symbolbild.

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Foto: Sascha Fromm

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Herbert Müller zieht einen Vergleich mit dem Fußball. „Wir sind gerade wie Borussia Dortmund. Viel Talent, aber die Aggressivität fehlt“, sagt der Cheftrainer des Thüringer HC, der mit seiner Mannschaft mit 10:4 Punkten und Tabellenplatz vier alles andere als optimal in die Handball-Bundesliga gestartet ist und nun auch international unter Druck steht.

Nur ein Sieg mit mindestens drei Toren Vorsprung garantiert gegen Astrachan den Einzug in die Gruppenphase, die am 4. Januar beginnt. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Abwehrarbeit. Wenn wir unter 25 Gegentoren bleiben, müssen wir nur drei Treffer aufholen“, sagt Müller nach dem 25:28 am Wochenende im Hinspiel in Russland. Ein Weiterkommen wäre nicht nur wichtig, weil in der Meisterschaft der siebenfache Titelträger in diesem Jahr aktuell ins Hintertreffen geraten ist. „Die nächste Runde wäre finanziell lukrativ und wir wollen ja unser Standbein in Nordhausen erhalten“, sagt Müller.

Durch hohes Tempo durchgesetzt

Immerhin hat die Mannschaft am Mittwoch die Auswärtsaufgabe bei der bis dahin verlustpunktfreien HSG Blomberg-Lippe (34:32) gelöst. Dabei erwies sich Spielmacherin Iveta Koresova einmal mehr als tragende Säule. Die Tschechin erzielte bei einer Wurfquote von 100 Prozent satte 13 Tore und steht auf Rang eins der Bundesliga-Torjägerliste. In Ostwestfalen haben sich die THC-Frauen unterm Strich durch hohes Tempo durchgesetzt. Genau das soll auch gegen Astrachan gelingen, zumal der Gegner mit den Strapazen der mehr als 3000 Kilometer langen Reise klarkommen muss. Obwohl Iveta Koresova (Fußverletzung) und Emily Bölk (Pferdekuss) und zuletzt auch Ina Großmann (Probleme mit dem Schienbein) über körperliche Beschwerden klagten, geht Müller davon aus, dass dennoch alle spielen werden.

Jene Härte hat er in dieser Saison zumeist noch vermisst: „Wir brauchen auf dem Feld böse Mädchen, die dem Gegner auch mal weh tun.“

Thüringer HC – Astrachan, Sonnabend, 19 Uhr, Wiedigsburghalle in Nordhausen

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