Thüringer Ringerinnen vor Ausflug nach Frankreich

Maria Selmaier und Anne Nürnberger vom KSC Deutsche Eiche Apolda starten bei Turnier in Nizza.

Endlich wieder auf der Matte: Maria Selmaier (rechts) und Anne Nürnberger fliegen am Donnerstag nach Nizza zu einem Grand-Prix-Turnier.

Endlich wieder auf der Matte: Maria Selmaier (rechts) und Anne Nürnberger fliegen am Donnerstag nach Nizza zu einem Grand-Prix-Turnier.

Foto: Selmaier

Apolda. Irgendwie können sie es kaum erwarten, am Donnerstag endlich im Flugzeug zu sitzen. Am Dienstag stand der obligatorische Coronatest an - nun heißt es: Warten aufs grüne Licht. Dann fliegen die beiden Ringerinnen Maria Selmaier und Anne Nürnberger nach Frankreich, genauer nach Nizza, der Palmenmetropole an der Côte d'Azur. Dort steigt am 14. bis 18. Januar der Henri-Deglane-Grand-Prix. Die Kontrahentinnen dort entstammen allesamt der Weltspitze. Es werde also gleich ein echter Gradmesser zum Jahresauftakt werden, erklärt Selmaier.

Der Ablauf dort ist dem des im Dezember über die Bühne gegangenen individuellen World-Cups. "Wir werden dort noch einmal getestet, werden die Freizeit im Hotelzimmer verbringen und so weiter", sagt Selmaier. Das kenne man ja schon. Neu sei allerdings der Modus, der allen Ringerinnen zumindest zwei Kämpfe ermöglicht, man nicht nach einer Niederlage gleich außen vor sei. Das ist anders als bei den internationalen Wettstreiten üblich - doch auch hier hat die Coronapandemie zum Umdenken geführt. Niemand soll die ganzen Mühen auf sich nehmen, um am Ende nur wenige Minuten auf der Matte zu stehen. Wettkampfpraxis ist ein rares Gut in diesen Zeiten; und so bekommt jeder Athlet ein wenig mehr davon.

So gibt eine A-Gruppe und eine B-Gruppe, in der jede gegen jede ringt. Hernach werden die Duelle zwischen den Pools über Kreuz als Halbfinale weitergeführt. Die Gegner seien durchaus ansprechend, aus den Vereinigten Staaten oder Kanada reisen Ringerinnen an. Weltmeisterinnen seien am Start, auch andere deutsche Top-Athleten. "Es wird ein Turnier, in dem einen nichts geschenkt wird. Aber das Ziel ist klar, eine Medaille zu holen", sagt die Apoldaerin, die früher für Jena startete. Jeder möchte auf die Matte, jeder will ringen - und das erklärt die gute Besetzung des Turniers. "Wir freuen uns einfach, dass es wieder losgeht", fügt Selmaier an. Für Anne Nürnberger ist es das erste große Turnier im Frauenbereich; für sie wird gelten, viel Erfahrung zu sammeln und sich in der Weltspitze zu verorten. "Hoffentlich kommt sie relativ weit", sagt Selmaier.

Nach der Rückreise nach Deutschland ist aber noch lange nicht an eine Heimfahrt nach Apolda zu denken. "Wir fliegen dann direkt nach Heidelberg, wo wir noch ein fünftägiges Trainingslager des Deutschen Ringerbundes absolvieren", sagt Selmaier.