Triathlet Knopf holt Bronzemedaille in Leipzig

Leipzig/Artern.  Arterner behauptet sich bei Traditionsveranstaltung gegen hochkarätige Konkurrenten.

Der Artener Stephan Knopf wird beim Triathlon in Leipzig Dritter.

Der Artener Stephan Knopf wird beim Triathlon in Leipzig Dritter.

Foto: Flora Linstedt

Während bundesweit so gut wie alle großen Sportveranstaltungen abgesagt wurden, legten die Verantwortlichen vom Leipziger Triathlon ein durchdachtes Hygienekonzept vor, um die Traditionsveranstaltung auch im Jahr der Corona-Epedemie stattfinden lassen zu können.

Im limitierten, aber dennoch hochklassig besetzten Teilnehmerfeld befand sich auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen/22 Kilometer Fahrradfahren/5 Kilometer Laufen) auch der Arterner Stephan Knopf, der als Vorjahreszweiter kurzfristig noch einen Startplatz bekommen hatte.

Martin Schulz (Paralympics-Sieger 2016) und der mehrfache Bahnradweltmeister sowie Olympiamedaillengewinner Maximilian Levy, die neben vielen national und international erfolgreichen Athleten ebenfalls mit dabei waren, sorgte auch für etwas olympisches Flair.

2019 den Gesamtsieg nurum neun Sekunden verpasst

Für Knopf stand dieser Wettkampf in den letzten Jahren fest im Terminplan, nach einigen Top-10 Platzierungen ging es dann bei der vergangenen Auflage erstmals auf das Podest. Mit neun Sekunden Rückstand hatte er 2019 den Gesamtsieg nur knapp verpasst. „Das war schon ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich kann es ja dieses Jahr besser machen“, gab sich der 37-Jährige vor dem Rennen optimistisch.

Und in der Tat machte Knopf es dieses Mal auch besser, war sogar noch einmal 1:45 Minuten schneller als im Vorjahr. Das reichte aber letztlich nicht, um noch weiter vorne als zuletzt zu landen.

Geschwommen wurde im Kulkwitzer See. Knopf startete – anders als die anderen Favoriten – nicht in der ersten, sondern in der vorletzten Startwelle. „Das war schon ein großer Nachteil. Wenn ich vorne mitgeschwommen wäre, hätte ich den Wasserschatten der schnelleren Schwimmer nutzen können und damit eine völlig andere Renndynamik herbeigeführt“, erklärte er.

So musste sich der Arterner, der das Schwimmen ohnehin als seine schwächste Disziplin bezeichnet, durch das gesamte Feld wühlen und einige Tritte und Schläge der Brustschwimmer einstecken. Nach einem blitzschnellen Wechsel ging der Kampf gegen die Zeit auf dem Radkurs weiter.

Auf der Laufstrecke warkeine Zeit für großes Taktieren

Trotz nasser Strecke konnte Knopf seine Leistung abrufen und fuhr nach etwas über 30 Minuten, was einem Schnitt von über 40 Stundenkilometern entspricht, wieder in die Wechselzone ein.

Auf dem Laufkurs gab es kein Taktieren. Die anderen Athleten waren schon im Ziel, und Knopf musste mit Blick auf die Uhr auf jedem Kilometer Vollgas geben. Nach 16:36 Minuten hatte er schließlich die fünf Kilometer absolviert und stand als Gesamt-Dritter erneut auf dem Podium.

„Ich bin mit dem Rennverlauf sowie der Platzierung zufrieden, hab alles gegeben und bin überhaupt froh, dass der Wettkampf stattgefunden hat. Großes Lob an die Organisatoren und vielen Dank auch nochmal, dass ich so kurzfristig teilnehmen konnte“, freute sich Knopf nach der Siegerehrung und dem Gewinn der Bronzemedaille. Verständlich, gehören doch die Triathleten derzeit zu den wenigen Sportlern, die Wettkämpfe bestreiten.