Überlegenheit von Germania Ilmenau nicht zum Siegen genutzt

Ilmenau.  Ilmenauer verlieren in der Fußball-Kreisoberliga mit 1:3 (1:2) gegen Aufsteiger TSG Bau Remschütz

In der Fußball-Kreisoberliga muss Germania Ilmenau eine ärgerliche Niederlage hinnehmen.

In der Fußball-Kreisoberliga muss Germania Ilmenau eine ärgerliche Niederlage hinnehmen.

Foto: Symbolfoto/Alexander Hebenstreit

Nach den personellen Problemen der Vorwoche war Ilmenau im Heimspiel gegen den Aufsteiger besser aufgestellt. Aber was nützt einem die spielerische Überlegenheit in der zweiten Hälfte, wenn die Mannschaft es nicht versteht, daraus Kapital zu schlagen. Stattdessen nutzte der Gast kurz vor Ende der Partie einen seiner Konterangriffe für die Spielentscheidung.

Trotz gutem Fußballwetter musste man auf den Kunstrasenplatz ausweichen. Der Gast begann die Partie ohne großes Abtasten sehr offensiv und forderte Ilmenaus Hintermannschaft bereits nach vier Minuten, als Müller im Ilmenauer Tor gegen Brückner klären musste. Ilmenau prüfte mit einem Schuss von Hergesell Torhüter Ruckert im Gästetor (5.). Aber nach einem hoch vors Ilmenauer Tor geschlagenen Freistoß von Unger konnte Kästner mit sehenswertem Schuss aus der Drehung die Führung für Remschütz erzielen (18.). Das verunsicherte aber Ilmenau nicht und Keil gelang bereits fünf Minuten später, am langen Pfosten lauernd, mit seinem platzierten Schuss der Ausgleich. Das Geschehen spielte sich nun im Mittelfeld ab und man gestattete den Angreifern keine nennenswerten Möglichkeiten. Unmittelbar vor der Pause hatte Kästner im Mittelfeld zu viel Freiraum, den er mit einem Sonntagschuss in den Torwinkel zur erneuten Führung für seine Farben nutzte.

In Hälfte zwei war aber zunehmend die Heimmannschaft die agierende auf dem Platz. Dies auch der Tatsache geschuldet, dass Remschütz sich mehr auf das Verteidigen der Führung beschränkte und in der eigenen Hälfte die Räume verengte. So arbeitete sich Ilmenau an der Gästeabwehr ab. Die größte Torchance zum Ausgleich hatten in der 79. Minute nacheinander Keil, A. Wolfenstetter und Alzoughbi. Ilmenau warf nun alles nach vorn und lud den Gast somit zum Kontern ein. Scheiterten Lindig (85.) und Ensenbach (86.) noch an Ilmenaus Torwart, so war es schließlich Ensenbach mit seiner zweiten Möglichkeit, der allein vor Müller die Entscheidung erzwang (88.).