Volleyball: Schwarz-Weiß muss sich Vilsbiburg 0:3 beugen

Erfurt.  Im Ergebnis fällt die Niederlage der Erfurter Erstliga-Volleyballerinnen gegen Vilsbiburg klarer aus, als es das Kräfteverhältnis auf dem Feld abbildete.

Vilsbiburgs Angreiferin Jodie Guilliams (rechts) kommt durch den Erfurter Block mit Sara Kovac (vorn) und Victoria Michel Tosi.

Vilsbiburgs Angreiferin Jodie Guilliams (rechts) kommt durch den Erfurter Block mit Sara Kovac (vorn) und Victoria Michel Tosi.

Foto: Sebastian Dühring

Die Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß konnten die Chance am Samstag nicht nutzen, in der ersten Bundesliga zu punkten. Nach den glatten Niederlagen bei den Spitzenteams von Schwerin um Punkte und Stuttgart im Pokal-Viertelfinale agierten die Erfurterinnen mit Vilsbiburg über weite Teile auf Augenhöhe, unterlagen aber 0:3 (-20, 22, -21) und rangieren mit zwei Zählern an letzter Stelle. Die Frauen des VfB Suhl hingegen feierten mit einem 3:0 (21, 22, 19) ihren dritten Saisonsieg und sind Fünfter.

„So weit weg sind wir nicht gewesen“, meinte Erfurts Trainer Dirk Sauermann nach der Partie. Deren Ergebnis fiel für Vilsbiburgs Coach Florian Völker ebenfalls deutlicher aus, als sich das Kräfteverhältnis in den drei Sätzen darstellte. So klar habe sich der Sieg nicht angefühlt, sagte der vorige Saison noch bei Schwarz-Weiß aktive Trainer. Er verbuchte den Erfolg der Roten Raben als „harte Arbeit“.

Vilsbiburgs Angriff punktet auf breiter Basis

Insbesondere in puncto Angriffseffektivität besaß seine Vilsbiburger Mannschaft ein Plus. Angeführt von Außenangreiferin Jodie Guilliams, die im Anschluss vor Erfurts Silber-MVP Michelle Petter zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, holten sich die Bayern nach einem Lauf zu Beginn den ersten Durchgang. Die Erfurterinnen gaben keinen Ball verloren, starteten zweimal eine Aufholjagd. Wenn sie dem Ausgleich aber nahe schienen, kamen oftmals Fehler hinzu, die das Team um die frühere Erfurter Angreiferin Danielle Brisebois annahmen.

Ohne die verletzte Angreiferin Madeline Palmer fehlte Erfurts Trainer Dirk Sauermann eine wichtige Option. Ungeachtet dessen nahm seine Mannschaft den Kampf an und gestaltete den zweiten Abschnitt ausgeglichen. Wieder aber blieb sie in ihren Angriffsaktionen zu wenig durchschlagskräftig, um die auf breiter Basis punktenden Gäste (Jodie Guilliams, Kayla Haneline, Danielle Brisebois) ins Wanken bringen zu können. Hinzu kamen Aufgabenfehler, die Vilsbiburg in entscheidenden Augenblicken in Vorhand brachten, ehe Haneline den ersten Satzball zum 2:0-Vorsprung verwandelte.

„Es ist ein Balancespiel. Wenn man zurückliegt, muss man das Risiko erhöhen“, sagte Dirk Sauermann etwa zu mehreren zu weit oder im Aus gelandeten Angaben. Er lobte ungeachtet dessen die Mannschaft, die alles versucht hatte.

Viel Last des Schwarz-Weiß-Angriffs über außen lag neben Sara Kovac auf Sindy Lenz, die im dritten Durchgang mit ihrem Doppelpunkt zum 7:6 die Erfurter Hoffnungen nährte, den selbstbewusst auftretenden Gast an einem 3:0-Sieg noch hindern zu können. Indes: Die Stabilität dazu konnten die Einheimischen nicht aufs Feld bringen, um nach einem Fünf-Punkte-Lauf der Gäste vom 8:8 auf 8:13 dichter noch als auf drei Zähler heranzukommen. Nach knapp anderthalb Stunden verwandelte Mittelblockerin Josepha Bock den zweiten Matchball – und ließ Vilsbiburg jubeln.