Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt wollen von Satz zu Satz denken

Erfurt  Wenn die Schwarz-Weißen am Samstag in Aachen antreten, werden auch sie mit Beifall der einheimischen Fans bedacht

Jonas Kronseder (Trainer Schwarz-Weiß Erfurt) während einer Auszeit

Foto: Steffen Prößdorf

Nimmt man nach dem 0:3 gegen Vilsbiburg mal die lokal determinierte Brille aus dem Gesicht, dann ist die sportliche Realität, mit der sich die Schwarz-Weiß-Damen im Moment herumschlagen müssen, einfach nur ernüchternd.

Seit dem 21. November 2018, als man in Suhl den Gastgeber regelrecht und in der Ergebnishöhe überraschend vom Parkett gefegt hatte, folgten sechs Niederlagen am Stück. Genau so wenig erwartet, weil man nach dem 3:0 in Suhl und dem 2:3 gegen Meister Schwerin durchaus zuversichtlich und auch siegambitioniert in die Partien gegen Potsdam, Wiesbaden, Straubing oder nun auch Vilsbiburg, die allesamt klar verloren wurden, gegangen war.

An diesem Mittwoch traf‘s die Erfurterinnen, die sich zumindest schon mal mit einer verbesserten Annahme präsentierten, neben der eigenen Niederlage noch einen Tick härter. Denn Straubing holte fast sensationell in Dresden einen 3:2-Erfolg und zwei Punkte. Auch Suhl kanzelte Wiesbaden für drei Zähler mit 3:1 ab. Ergo: Die Schwarz-Weißen liegen nunmehr drei Punkte hinter Straubing und vier hinter Wiesbaden, während Suhl sich schon so gut wie aus dem Abstiegsstaub gemacht hat.

Dass die Erfurterinnen in den nächsten drei Partien in Aachen, gegen Dresden oder in Schwerin mehr als vielleicht einen Satz holen, scheint in der Momentansituation mehr als unwahrscheinlich. Deshalb gilt für Christian Knospe, Co-Trainer der Schwarz-Weißen, schon in Aachen erst einmal: „Wir müssen von Satz zu Satz denken.“

Fehlen wird im tiefen Westen Zuspielerin Clarisa Sagardia wegen einer Erkrankung. Die weiter fußverletzte Mittelblockerin Sabrina Krause kommt maximal am Aufschlag zum Einsatz. Mehr geht noch nicht.

Worauf sich alle indes freuen dürfen, ist die tolle Atmosphäre in Aachen. Denn nirgendwo sonst feuern die objektiven Fans auch den Gegner an. Vielleicht hilft ja genau das dem Erfurter Underdog auf die Beine. (hö)

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