Schwarz-Weiß Erfurt braucht minimum fünf Punkte

Erfurt  Erfurts Bundesliga-Volleyballerinnen wollen dem Klassenerhalt ein Stück näher kommen. Vor dem Duell in Wiesbaden kehren zuvor als krank gemeldete Spielerinnen ins Team zurück.

Hinter Tess Rountree (vorn) steht noch ein Fragezeichen, Carly Kan ist wieder fit.

Foto: Steffen Prößdorf

Dass The­o­rie und Praxis möglichst eine Einheit bilden sollten, ist der Idealfall. Nicht immer hat man den.

Der für die auf einem Abstiegsplatz darbenden Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen in der Bundesliga lautet vier Spieltage vor Ultimo Minimum fünf Punkte. Das heißt, am Samstag einen Zähler (zwei Satzgewinne) beim VC Wiesbaden als Nichtabstiegsbasis zu ergattern.

Im wahrsten Sinne ums Überleben geht‘s dann beim einzigen Mitkandidaten wider den Abstieg, NawaRo Straubing. Die Crux: Der Aufsteiger hat vier Punkte mehr auf seinem Habenkonto. Ergo bedarf es eines Dreipunkte-Erfolges im Bayrischen, Und dann hat der USC Münster wenigstens einen Punkt in Erfurt liegen zu lassen.

So weit die Theorie mit einem gerüttelt Maß an Hoffnungscharakter. An das Saisonfinale in Vilsbiburg (23. März) verschwendet dabei noch keiner der Schwarz-Weiß-Verantwortlichen einen Gedanken.

Trainer Jonas Kronseder ist davon überzeugt, dass diese Rechnung keine Utopie ist. Die zweiwöchige Pause – das Pokalfinale am vergangenen Sonntag machte es möglich – half den verletzten Paula Reinisch, Antonia Greskamp, Carly Kan (grippal angeschlagen) sowie auch der am Fuß lädierten Tess Rountree wieder auf die Beine.

Wobei – so der Coach – hinter dem Einsatz der zuletzt hoch wichtigen Außenangreiferin Tess Rountree noch ein kleines Fragezeichen steht. „Wir müssen im Training sehen, wie sich ihr Fuß verhält, wie belastbar er ist. Natürlich hoffe ich, dass Tess spielen kann. Und vor allem, dass sie trotz der Verletzungspause ihr Optimum, das wir brauchen, zeigen kann.“

Nur die langzeitverletzte Mittelblockerin Sabrina Krause ist infolge ihres Ermüdungsbruches im Mittelfuß weiterhin außer Gefecht gesetzt und wird in dieser Saison wohl auch nicht mehr zurückkommen.

Für den ersten Akt in Wiesbaden gibt Kronseder das Einpunktrezept (oder mehr?) aus: „Wir müssen hoch konzentriert sein und bleiben, perfekt aufschlagen und die gefährlichen Außenangreiferinnen Karolina Bednarova und Tanja Großer in den Griff bekommen.

Das schlagstarke Hoch, mit dem die 1,93 m große Canace Finley zuletzt selbstbewusst unterwegs war, braucht es für die erst einmal angestrebten zwei Gewinnsätze zwingend auch in der hessischen Landeshauptstadt.

Derweil bleibt bis zum 1. April offen, ob es nach einem möglichen dritten sportlichen Abstieg für den Verein in der ersten Liga weiter geht. Manager Heiko Herzberg dazu: „Wir müssen sehen, wie sich bis dahin unsere Sponsoren positioniert haben.“ Ein „Sanierungs-Abstieg“ mit der Option „sofortiger Wiederaufstieg“ scheint am ehesten im Bereich des Möglichen.

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