Mühlhäuser Volleyball-Amateure lernen Schmettern und Baggern von den Profis

Mühlhausen  Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt zu Gast. Gemeinsames Training mit Jugendlichen und Damengruppe.

Christian Knospe, der Co-Trainer des Frauen-Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt gab den Volleyballerinnen aus Mühlhausen Tipps.

Foto: Daniel Volkmann

„Es ist Wahnsinn, mal so ein Team hierher zu bekommen“, schwärmte Florian Fischer (24), Trainer der Jugendmannschaft im Volleyballverein Mühlhausen. Am Mittwochabend spielten die Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt (SWE) in der Sporthalle der Mühlhäuser Georgischule gemeinsam mit den Amateuren aus der Kreisstadt: der Jugendmannschaft und im Anschluss der Damengruppe des Volleyballvereins.

„Man lernt viel, das Training findet auf einem hohen Level statt“, sagte der 15-jährige Schüler Oskar Habla. Sein Mannschaftskollege Julien Loga (16) erklärte, dass die Profi-Volleyballerinnen ihnen beibringen, die Haltung zu verbessern und das Zusammenspiel präziser zu gestalten. SWE-Spielerin Paula Reinisch (20) findet nur lobende Worte für die Jugendlichen. „Man merkt, dass sie besser werden wollen. Dann macht es umso mehr Spaß, mit ihnen zu trainieren.“

Jede Trainingseinheit dauerte 75 Minuten

Zum gemeinsamen Training ist es eher zufällig gekommen. Trainer Florian Fischer erzählte, dass er regelmäßig mit einigen Spielern des Volleyballvereins Mühlhausen zu Spielen von Schwarz-Weiß Erfurt in die Landeshauptstadt gefahren ist. Der Wunsch nach einem „Meet and Greet“, also einem Kennenlernen mit den Volleyball-Assen, sei unter den Jugendlichen groß gewesen und auch der Profiverein signalisierte Interesse.

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„Der Kontakt zum Manager von Schwarz-Weiß Erfurt ist nie abgerissen“, berichtete Florian Fischer. Als dann im November vergangenen Jahres feststand, dass die SWE-Mannschaft mitsamt Trainern gerne nach Mühlhausen kommen würde, konnte er das Angebot nicht ausschlagen. „Einen Termin zu finden, gestaltete sich als schwierig“, erklärte der junge Volleyball-Trainer. Doch schließlich hat es geklappt.

Jeweils 75 Minuten trainierte die Jugendmannschaft und im Anschluss auch die Damengruppe mit den Spitzensportlern. „Es bedeutet unseren Volleyballern viel, mit den Profis zu spielen und mit ihnen zu reden“, weiß Fischer. Der 24-Jährige hofft, dass es in Zukunft trotz des rappelvollen Terminkalenders der Bundesliga-Volleyballerinnen noch zu weiteren Trainingseinheiten kommen wird. „Unsere Spieler sehen so mal andere Gesichter und können sich Eigenschaften der Profis abgucken.“

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