Neuer Thüringer Top-Verein heißt "Volley-Stars"

Erfurt. Not macht erfinderisch. Thüringens beste Volleyball-Vereine der Frauen, VfB Suhl und SWE Volleys Erfurt, vereinigen ihre ersten Mannschaften unter dem Namen Volley-Stars Thüringen. Suhl tritt unter der neuen Marke schon in der kommenden Bundesliga-Saison an. Erfurt firmiert dann erst ab Herbst 2014 als zweite Stars-Mannschaft in der 2. Liga.

Drei Präsidenten vereint, von links: Michael Panse (Erfurt), Ines Knauerhase (Thüringer Verband) und Tankred Schipanski (Suhl). Foto: Sascha Fromm

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Das erklärten die Präsidenten Tankred Schipanski (Suhl) und Michael Panse (Erfurt). Man wolle damit vor allem neue überregionale Sponsoren gewinnen und den Nachwuchs besser entwickeln. Beide Vereine würden aber bestehen bleiben.

Als Signal für die Fans gelte, in der kommenden Bundesliga-Saison werden zwei Spitzenspiele der Thüringer Volley-Stars in der Erfurter Riethhalle stattfinden. Am 2. November erwartet die Mannschaft von Trainer Sebastian Leipold die Roten Raben Vilsbiburg. Am 25. Januar geht es in der Landeshauptstadt gegen den Dresdner SC.

Zwei Bundesliga-Spiele finden in Erfurt statt

Dem VfB und dem SWE stand in den letzten Jahren das Wasser finanziell zeitweise bis zum Hals. Suhl schaffte mit bescheidenen Mitteln in der ersten Liga zuletzt gerade so den Klassenerhalt. Die SWE-Volleys hatten in 2. Bundesliga keine Aussichten auf den Aufstieg.

Für den Anstoß zur Kooperation "des gesunden Menschenverstands", so TVV-Präsidentin Ines Knauerhase, sorgte der Thüringer Volleyball-Verband (TVV). Knauerhase erklärte: "Nachdem wir vom Landessportbund wegen fehlender Leistungen eine von zwei Trainerstellen gestrichen bekamen, haben wir über neue Wege nachgedacht. Wir werden die zweite Stelle selbst finanzieren. Die Trainer werden in den Vereinen arbeiten." Der Verband ist Partner der neuen Volley-Stars und will mit der engen Kooperation die besten Nachwuchsspielerinnen künftig im Lande halten.

Suhls neuer Trainer Leipold sieht das Experiment positiv: "Ich habe so einen Zusammenschluss zwar noch nicht erlebt, aber ich finde das gut. Der Nachwuchs bekommt so mehr Spielpraxis. In dieser Saison ändert sich zunächst nur unser Name."

Sponsoren der Vereine sandten bereits positive Signale für den neuen Weg aus. "Die Handballerinnen des THC machen es vor, wie es gehen könnte", sagte Erfurts Chef Michael Panse. Das Ziel sei der Erfolg, damit Thüringens Volley-Sterne künftig in der 1. und 2. Liga wieder strahlen.

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