Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen treffen in Erfurt auf Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart

Erfurt  Die Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen schöpfen im Abstiegskampf Mut aus der zum Sieg gedrehten Partie beim VCO Berlin. Erfurt muss nun gegen Liga-Primus Stuttgart ran.

Wollen wieder punkten: Erfurts Paula Reinisch und Emily Thater (links)

Foto: Sascha Fromm

Die uralte Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, steht ausschließlich im Blickfeld des Betrachters.

Die Volleyballerinnen des Erstligisten Schwarz-Weiß Erfurt und ihr Trainer Jonas Kronseder werten den 3:2-Sieg beim VC Olympia Berlin nach dem 1:3 tags zuvor beim SC Potsdam ohne Wenn und Aber als optimistisch stimmenden Erfolg gegen die drohende Abstiegsgefahr. Mithin als halb volles Glas und als Motivation für das Restprogramm von fünf Partien. Vor allem auch deshalb, weil sie ein 0:2 dank toller Moral noch in ein 3:2 zu drehen vermochten.

Umso bemerkenswerter, weil sie beim weit engeren als das Ergebnis aussagenden 1:3 in Potsdam schon im zweiten Satz ihre punktbeste Außenangreiferin Tess Rountree auch für das VCO-Spiel per Verletzung (umgeknickt) nicht einsetzen und nur noch sieben(!) einsatzfähige Spielerinnen aufs Parkett bringen konnten. Dass sie nach vier ganz engen Sätzen dann auch noch den Tiebreak mit sage und schreibe 15:4 gewannen, stellte die neben der ebenfalls überzeugenden Paula Reinisch mit einer starken Leistung aufwartenden SWE-Diagonalspielerin Canace Finley tags darauf heraus: „Wir haben gezeigt, dass wir an uns glauben und uns nicht aufgeben. Wir sind alle überzeugt davon, dass wir die Liga halten.“

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Auch Jonas Kronseder wollte nicht gelten lassen, dass für den Erstliga-Verbleib zumindest die drei Punkte gegen VCO Berlin hätten geholt werden müssen und nicht nur deren zwei: „Wir haben auch in Potsdam richtig gut dagegengehalten. Im Auftaktsatz beim 25:27 hat uns nicht zum ersten Mal das Quäntchen Glück gefehlt.“ Und nach kurzem Sinnieren: „Der zweite Durchgang wurde zum Schlüsselsatz, als Tess Rountree umknickte und für den Rest der Partie und leider auch für VCO Berlin ausfiel.“

Potsdam und Berlin ist Geschichte. Der Blick gilt dem nächsten Gegner, den die Schwarz-Weißen hoffentlich nicht über sich ergehen lassen müssen. Denn der ist nicht von schlechten Eltern: Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart. Die Schwäbinnen sind als einzige Mannschaft noch unbezwungen und schlagen in Erfurt mit einem national wie international hochkarätig besetzten Topteam auf.

Wenig Hoffnung macht ein Blick auf die letzten fünf Aufeinandertreffen. In diesen konnten die Erfurterinnen nicht einen Satz gewinnen.

Bange machen gilt dennoch nicht! Sagen sich die Schwarz-Weiß-Damen. Sie hoffen vielmehr auf jede Menge sie anfeuernde Zuschauer. Schließlich spielt die hiesige Elite des Damen-Volleyballs nicht jeden Tag in Erfurt.

Erfurt – Stuttgart, Samstag, 18 Uhr, Riethsporthalle

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