Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen unterliegen Straubing

Straubing.  Die Erfurterinnen können zum Saisonstart der Volleyball-Bundesliga Straubing nur kurz überrumpeln. Für mehr fehlt ihnen beim 1:3 die Konstanz.

Neuzugang Sara Kovac ging im Auftaktspiel der Erfurterinnen voran. 

Neuzugang Sara Kovac ging im Auftaktspiel der Erfurterinnen voran. 

Foto: Marco Schmidt

Ein gelungener Angriff von Madeline Palmer, ein Ass der US-Amerikanerin gleich noch hinterher, ein Doppelblock von Sindy Lenz und Victoria Michel Tosi, ein Zuspiel von Libero Michelle Petter auf eine mit Feuer aus dem Hinterfeld schlagende Sara Kovac. Die Besucher in der Volleyballarena Straubing rieben sich verwundert die Augen. Eben diese Erfurterinnen, die gerade einen Punkt nach dem anderen machten, schienen anfangs kein Bein auf den Belag zu bekommen. Nun ging ihnen alles in Leichtigkeit von der Hand. Acht Punkte in Folge, aus einem 2:6 ein 10:6 gemacht, den Satz mit einem 25:16 überdeutlich und nahezu traumwandlerisch sicher geholt. Und dann? 13:25 – 19:25 – 18:25. Drei Durchgänge, in denen sich die Erfurterinnen mühten, sie keinen Ball verloren gaben, aber nichts mehr zu holen schien.

Trainer Dirk Sauermann hatte gehofft, zum Auftakt der Bundesliga-Saison etwas aus dem Niederbayrischen mitzunehmen. In dem 1:3 seiner Schwarz-Weiß-Damen sah er trotz der verpassten Möglichkeiten durch den starken Beginn aber keinen keinen Beinbruch. „Wir haben von Anfang an klargemacht, dass wir soweit sind, dass es losgehen kann“, meinte der Erfurter Coach. Ein Mehr an Konstanz hat für ihn den Unterschied am Samstagabend bedeutet. Ei­nes, dass die Straubinger um ihre herausragende Annegret Hölzig für sich beanspruchen konnten. „Wir haben mehr Fehler gemacht“, analysierte Sauermann. Er attestierte dem Gastgeber eine stabilere Angriffsleistung, nachdem er sich von den Erfurterinnen anfangs überrumpeln lassen hatte.

Dass Straubing indes so ins Wanken gebracht werden konnte, dass ihm kaum noch etwas gelang, nahm er ebenso als Positives mit wie die mentale Reife des Teams, trotz deutlichen Rückstandes vor allem auch im vierten Satz nicht klein beizugeben. Besonders tat sich über die gesamte Distanz Angreiferin Sara Kovac hervor. Die Kanadierin agierte druckvoll, um ihr Team mitzureißen und wurde als wertvollste Spielerin aufseiten der Gäste benannt.

Auch Suhl musste eine Niederlage zum Auftakt quittieren. Nach starkem Beginn unterlag das Team von Trainer Laszlo Hollosy dem Schweriner SC 1:3 (18, -18, -22, -21). Vor 400 Zuschauern gewann der VfB überraschend den ersten Satz, hatte dann jedoch dem immer besser werdenden deutschen Rekordmeister wenig entgegenzusetzen.