Siebente Niederlage in Folge: Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen unterliegen in Aachen

Aachen  Erwartungsgemäß konnten die Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen auch beim 0:3 in Aachen das Ruder nicht herumreißen.

Emily Thater war in Aachen die beste Erfurterin.

Foto: Fromm

Auch in Aachen setzte es für die Erfurter Schwarz-Weiß-Volleyballerinnen eine klare 0:3-Niederlage (19, 17, 21). Die inzwischen siebente in Folge, die die Abstiegssorgen noch einen Tick größer werden ließen.

Die Nullnummer tief im Westen kam nun wahrlich nicht überraschend, zumal auch das Hinspiel in Erfurt mit diesem Ergebnis gegen die Ladies in Black Aachen verloren gegangen war. Im stillen Kämmerlein hoffte man natürlich auf mehr, zumindest auf einen Satzgewinn.

Der war im dritten Durchgang, als die Körperspannung der Aachenerinnen nach zwei lockeren Satzerfolgen etwas nachließ, lange im Bereich des Möglichen, weil Machbaren.

Aber der Reihe nach. Das Bemühen, dem Negativtrend der letzten Wochen eine Wende zu geben, war durchaus zu spüren. Der Wille war da, das Fleisch indes schwach. Denn zu viele Eigenfehler (12 im Auftaktsatz, 13 im Folgedurchgang) waren des Schlechten einfach zu viel. Dazu kam, dass die Schwarz-Weißen keinerlei Mittel gegen die bärenstarke Schweizer Diagonalspielerin Maja Storck fanden, die 19 Angriffspunkte für den letztlich klaren Erfolg der Ladies in Black beisteuerte.

Nüchternes Resümee

Immerhin war positiv zu konstatieren, dass Außenangreiferin Sindy Lenz, die mehrfach den Aachener Block geschickt angeschlagen hatte, allmählich wieder aus ihrem Leistungsloch herauszufinden scheint. Auch das Blockgespann Wivian Gadelha/Emily Thater befindet sich wieder im Aufwind. Mit acht von neun Schnellangriffspunkten avancierte die blonde Emily Thater zum Erfurter MVP.

Auf der Habenseite der Schwarz-Weißen auch die ordentliche Zuspielleistung der immer noch 18-jährigen Antonia Greskamp, die die weiterhin erkrankte Clarisa Sagardia vertreten musste und das gut und ohne Nervenflattern hinbekam.

Dass bei den Erfurterinnen der Kopf weiterhin „wackelt“, zeigte der Moment, als man sich im dritten Durchgang klar wurde: Den können wir doch tatsächlich holen! Bis zum 19:19 war alles möglich. Dann aber ratterte es wieder mit allen negativen Begleiterscheinungen im Oberstübchen – und schon war das 21:25 perfekt.

Trainer Jonas Kronseder resümierte nüchtern: „Wir haben zu spät angefangen, Druck im Aufschlag zu entwickeln. Dadurch war es für uns enorm schwer, Breaks zu generieren.“

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