Volleyballsaison im Kreisverband Nordwest völlig offen

Berlingerode.  Aufgrund des Coronavirus pausiert der Spielbetrieb. Wann es weiter geht, ist offen. Bis Ende April soll eine Entscheidung gefallen sein.

Jubelten letzte Saison im Nordwest-Pokal: die Männer des VfB Bischofferode

Jubelten letzte Saison im Nordwest-Pokal: die Männer des VfB Bischofferode

Foto: Eckhard Jüngel

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Edgar Krauß macht sich in seinem Eigenheim in Berlingerode im Landkreis Eichsfeld momentan neben den gesundheitlichen auch sportliche Gedanken. Der Vorsitzende im Kreisverband Nordwest im Volleyball überlegt, wie die Saison 2019/2020 in den vier Kreisligen gerechterweise beendet werden kann – zur Zufriedenheit aller 32 Mannschaften aus Nordhausen, den Landkreisen Eichsfeld und Unstrut-Hainich sowie für den südniedersächsischen Gastverein TSV Obernjesa.

„Bis zur verordneten Unterbrechung der Punktspiele Mitte März war ich mit dem Verlauf des Spieljahres sehr zufrieden“, berichtet der 73-Jährige, der 1996 das Ehrenamt vom Leinefelder Werner Probst übernahm und seitdem dieses seit 24 Jahren ausübt.

Erfreut ist der mehrfache Großvater, dass die Serie der vier Vertretungen in der Mixed-Konkurrenz bereits am 28. Februar beendet wurde, die Sechs des SV Kraftverkehr Heiligenstadt seinen Titel erfolgreich verteidigte. „Den Mannschaften haben die Runden viel Spaß bereitet, erfreulich war das positive Abschneiden des 1. FC Birntal", berichtet der ehemalige Regelschullehrer. Dagegen steht bei den fünf Teams im Wettbewerb der Herren der abschließende Spieltag noch aus, der am vergangenen Samstag, 21. März, in seinem Wohnort ausgetragen werden sollte.

Bereits alle Spiele abgeschlossen hat der 1. FC Birntal, der erstmalig seit seinem Mitwirken an der Spitze rangiert. Er kann aber noch von Kraftverkehr Heiligenstadt verdrängt werden, wenn die Sechs aus der Kreisstadt beim eventuellen finalen zehnten Spieltag zwei Siege gegen den VfB Bischofferode und Rot-Weiß Berlingerode landet. „Zurzeit kann ich aber nichts Definitives sagen, da alle Sporthallen noch geschlossen sind“, erklärt der gebürtige Iftaer, der die Meisterschaftsrunde bis in den Mai geplant hat und nach Ostern mit den Vereinen konferieren will. „Vielleicht können wir die restlichen Spiele noch im April beenden, ansonsten wären die Birntaler mit ihrem rührigen Abteilungsleiter Maik Nordmann neuer Kreismeister“, erläutert der Volleyball-Enthusiast, der sich Nordmann als dringend gesuchten Nachfolger in seinem verantwortungsvollen Amt vorstellen könnte.

Bei den Damen steht der SC Leinefelde vor dem Titel

Anders sieht es in der Kreisliga der Damen mit sieben Mannschaften – allerdings zogen Creaton Großengottern und Kraftverkehr Heiligenstadt ihre Teams im Laufe der Saison zurück. Obwohl der finale Spieltag am 21. März in Nordhausen auch abgesagt werden musste, steht die Sechs vom SC Leinefelde mit ihrer erfahrenen Spielertrainerin Andrea Grimm bereits vorzeitig als Titelträger fest. Überraschend auf Platz zwei rangiert trotz dauerhafter personeller Probleme Germania Wüstheuterode mit der Mannschaftsführerin Maria Kulle. „Auch in der weiblichen Konkurrenz müssen wir den 30. April abwarten und schauen, was die beteiligten Klubs wollen“, berichtet der langjährige Vorsitzende.

Noch zwei Spieltage stehen in der Zusatzrunde der Herren mit sieben Teams, in denen auch Damen mitspielen dürfen, aus. Am 28. März sollte die Runde beendet werden, was aber nicht möglich ist. Allerdings steht mit dem VV Ammern sowie dem TSV Obernjesa der Titelträger und Vizemeister so gut wie fest. Noch offen wäre der dritte Tabellenplatz, um den sich das junge hoffnungsvolle Team des FSV Uder, der VfR Kirchgandern mit Kapitänin Sandra Herwig sowie die zweiten Garnituren vom 1. FC Birntal und Rot-Weiß Berlingerode gegebenenfalls noch streiten.

„Am 30. April werden wir aufgrund der gesundheitlichen Situation eine Telekonferenz mit allen beteiligten Vereinen abhalten und entscheiden, ob die Saison abgeschlossen werden soll“, informiert Krauß. Davon hängt auch die Austragung der Finals um den Kreispokal am 9. Mai in Leinefelde sowie des Nordwest-Pokals eine Woche später in Heiligenstadt ab. „Wir können an diesen beiden Spieltagen entweder den Cup ausspielen oder die Punktspiele nachholen“, betont der mehrfache Großvater, dass sportlich nur eine der beiden Varianten durchzuführen sei.

Im Nachwuchsbereich gibt es keine Verbandsrunden trotz exzellenter Jugendarbeit beim VV Ammern, SVC Nordhausen und VV Mühlhausen. „Ich hoffe, das in der Zukunft noch mehr Vereine mit Jugendteams dazukommen und wir wieder Punktspiele abhalten können“, sagt Krauß optimistisch und erwähnte die guten Leistungen und das große Engagement „seiner“ großen Volleyballfamilie.

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