Volleyballverband: Keine Meister, aber Aufsteiger?

Eisenach/Gotha.  Am Mittwoch entscheidet der Thüringer Volleyballverband, wie die abgebrochene Saison gewertet wird. Landesspielwart Thomas Fienholz kündigt eine Videokonferenz an.

Volleyballer Ingo Böhme am Block

Volleyballer Ingo Böhme am Block

Foto: Mike El Antaki

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Während Fuß- und Handballer noch auf die Fortsetzung ihrer Saison hoffen, hatte der Deutsche Volleyballverband (DVV) pragmatisch reagiert und den Spielbetrieb zum 12. März beendet. Wie die abgebrochene Serie gewertet wird, hat der DVV mittlerweile für 3. Liga und Regionalligen geklärt.

Demnach gibt es keine Meister 2019/20. Außerdem wurde festgelegt, dass Mannschaften, die vorzeitig als Aufsteiger bzw. Absteiger feststanden, auch aufsteigen können bzw. absteigen müssen. Teams, die rechnerisch noch einen Nichtabstiegsplatz erreichen konnten, sollen das Angebot erhalten, in der bisherigen Spielklasse zu bleiben. Eine fair wirkende Lösung, an der sich Thüringen wohl orientiert, ohne sie komplett zu übernehmen, wie Landesspielwart Thomas Fienhold durchblicken lässt: „Wir müssen einige Besonderheiten unserer Ligen berücksichtigen.“ Eine endgültige Entscheidung werde am Mittwoch bei einer Videokonferenz fallen.

Bei Thüringenligist SG Eisenach/Herleshausen wartet man gespannt auf ein Ergebnis. Die SG hatte beim Abbruch nur noch ein offenes Match vor sich und stand mit einem Bein in der Verbandsliga. „Übernimmt der TVV die Abstiegsregel vom DVV, bleiben wir drin“, hofft Ingo Böhme. Der Abteilungsleiter des SV Wartburgstadt hat aktuell aber ganz andere Sorgen als die künftige Ligazugehörigkeit.

Denn eine Absage für die im Juni geplante Beachvolleyball-Woche, die auf dem Eisenacher Markt ein sportliches- und kulturelles Großereignis werden sollte, lässt sich kaum abwenden. Die Vorbereitungen waren weit vorangeschritten, doch nun sei keine zuverlässige Planung mehr möglich. Schließlich stünden auch die Sponsoren vor einer ungewissen Zukunft.

Sportlich waren zum Zeitpunkt des Abbruchs in den Thüringer Spielklassen erst ganz wenige Entscheidungen gefallen. In der Thüringenliga der Herren hatte der VC Gotha II zwar als Spitzenreiter einen satten Vorsprung von sechs Punkten, hätte jedoch noch von Schmalkalden und Nordhausen verdrängt werden können.

Dagegen war in der Thüringenliga der Damen dem VfB Suhl II der Staffelsieg nicht mehr zu nehmen. Um den bereits bejubelten Wiederaufstieg müssen Suhls Spielerinnen nicht bangen, betont Fienhold: „Wer schon als Aufsteiger feststand, der wird aufsteigen dürfen“. Das gilt auch für die Herren von Medizin Bad Liebenstein. Anfang Februar, als Corona noch weit weg war, machten die Badestädter beim Abschluss-Turnier der Kreisklasse den Wartburgkreistitel perfekt. Nur fünf Spieltage hatte Medizin bis dahin bestritten. So eine kurze Saison kann eben auch Vorteile haben.

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