Volltreffer aus Meiningen

Erfurt.  Neuzugang Anna Mittelsdorf wurde direkt zur Torjägerin bei Erfurts Regionalliga-Fußballerinnen. Mit ihr soll im DFB-Pokal die dritte Runde her.

Fokus aufs Toreschießen: In ihren ersten drei Regionalligaspielen für den 1. FFV Erfurt traf Anna Mittelsdorf viermal.

Fokus aufs Toreschießen: In ihren ersten drei Regionalligaspielen für den 1. FFV Erfurt traf Anna Mittelsdorf viermal.

Foto: Sebastian Dühring

Wenn ihre Locken im Wind wehen, bedeutet das für die Torhüterin höchste Gefahr. Dann setzt Anna Mittelsdorf zum Schuss an – und nicht selten landet der Ball im Netz. Die neue Stürmerin des 1. FFV Erfurt macht bisher genau das, wofür sie geholt wurde: Toreschießen. Bislang vier in drei Regionalligaspielen, und das eine Liga höher, denn die 23-Jährige kam von Lok Meiningen aus der Verbandsliga. Bei den Frauen ist das ein gewaltiger Leistungssprung.

Platz unter den ersten Vier im Siebenerfeld angepeilt

„In den Testspielen brauchte sie ein bisschen Anpassungszeit, aber Anna hat sich schnell akklimatisiert. Du brauchst eine echte Torjägerin, um in der Regionalliga zu bestehen, und Anna könnte mit ihrer Schnelligkeit und Technik genau das für uns werden“, lobt FFV-Coach Gino Heinze seinen Neuzugang.

Dank Mittelsdorfs Toren gelang den Erfurterinnen eine erfolgreicher Saisonstart, mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen. Im Siebenerfeld der neu eingeteilten Regionalliga Nordost peilen Heinze und sein Team einen Platz unter den ersten Vier an, denn damit würde man dem Abstieg sicher entgehen. Aktuell sind sie Dritter, punkt- und torgleich mit dem FC Carl Zeiss Jena II, gegen den es die einzige Niederlage setzte. „Aus den nächsten zwei Spielen wollen wir wenigstens drei Punkte holen, dann haben wir eine ganz gute Ausgangslage“, blickt Heinze voraus. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt der FFV am heimischen Johannesplatz den Zweiten Magdeburg, gegen den er schon mit einem Remis zufrieden wäre. Danach beim Vorletzten Phoenix Leipzig soll ein Sieg her.

In zweiter DFB-Pokalrunde in der fränkischen Provinz

Unterdessen wurde im DFB-Pokal die zweite Runde, die der FFV zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte erreicht hat, terminiert. Am 1. November (14 Uhr) müssen die Erfurterinnen beim SC 67 Weinberg antreten. Das Team aus Mittelfranken spielt in der Regionalliga Bayern. „Schade, dass wir nicht zuhause spielen dürfen“, meint Heinze. „Weinberg ist sicher leichter Favorit, aber wer weiß ...“

Wer weiß, ob Anna Mittelsdorf wieder zum Sieg trifft ...