Wacker Nordhausen holt souverän Thüringenpokal gegen Preußen Bad Langensalza

Erfurt  Wacker Nordhausen heißt der neue Thüringer Pokalsieger. Der Favorit aus dem Südharz setzte sich vor 2667 Zuschauern im Erfurter Steigerwaldstadion gegen Preußen Bad Langensalza wie erwartet deutlich mit 5:0 (2:0) durch.

Jubel bei Wacker Nordhausen.

Jubel bei Wacker Nordhausen.

Foto: Sascha Fromm

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Fünf Jahre war der „Pott“ nur nach Erfurt oder Jena gegangen. Jetzt war Nordhausen, Pokalsieger 1992, 1996 und 1997, endlich wieder dran. Doch der Verbandsligist aus der Kurstadt wehrte sich gegen die zwei Klassen höher spielenden Regionalliga-Profis mit allen seinen Mitteln.

Torwart Sebastian Arnold parierte mehrfach großartig. Wackers ersten Torschuss gab Oliver Genausch nach 1:15 Minute ab. Danach scheiterten Stepan Kores (10.) und Joy-Lance Mickels (12.). Je etwa 500 Fans in den beiden Kurven sorgten da für gute Stimmung im dennoch fast leeren Rund.

Nordhäuser Anhänger freuen sich auf Berlin

Nach 21 Minuten war es dann soweit. Ob Kores gehört hatte, dass seine Freundin Handballerin Iveta Luzumova gerade mit dem THC ins Finale des DHB-Pokals gestürmt war, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall trickste sich der Tscheche unaufhaltsam durch und versenkte den Ball zum 1:0. Jetzt war die Preußen-Abwehr geknackt, denn zwei Minuten später grätschte Kammlott das Leder ins Netz(23.).

Jetzt intonierten die Nordhäuser Anhänger erstmals „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. Die Preußen suchten aber nun den Weg nach vorn. Weis, der schon fünf Mal in einem Thüringer Pokalfinale stand, gab den ersten Torschuss auf das Tor von Jan Glinker ab (27.). Als Kores im Strafraum gegen Thilo Kleinert drückte, hätte es wohl nur bei Bremen gegen Bayern Elfmeter gegeben. Schiri Stefan Prager (Gera) ließ den Pfiff bei ähnlichen Szenen von Kammlott und Genausch zurecht bleiben. Danach durfte Wacker-Trainer Heiko Scholz ein bisschen unzufrieden sein. Seine Mannschaft ging nicht konsequent auf das dritte Tor.

Wacker-Ultras steigen nach der Pause ein

Nach dem Wechsel machten nun auch die Wacker-Ultras lautstark mit. Davor hatten sie eine Halbzeit das Spiel boykottiert, weil gegen 14 Mitglieder der Gruppierung Hausverbote im Steigerwaldstadion erteilt worden waren. Die Fans waren beim Regionalligaspiel bei Rot-Weiß Erfurt in Auseinandersetzungen mit der Polizei verwickelt worden waren.

Mit Florian Beil brachte Scholz dann einen neuen Stürmer für Genausch (61.). Zwei Minuten nach seiner Einwechslung ließ es Beil klingeln und sorgte damit für die endgültige Entscheidung (63.). Die Preußen kämpften wacker um das Ehrentor. Doch der Ball prallte von Kleinerts Schulter ins Aus (75.). Beil machte es konsequenter mit dem 4:0 (77.). Mickels erhöhte noch in der 90. Minute glücklich zum 5:0 nach einem Abwehr-Missverständnis der Preußen.

Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena ausgeschaltet

Am Ende hatte Nordhausen standesgemäß den Sieg eingefahren und feierte danach den vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte am Abend mit den Fans in der Rolandstadt. Es war ein verdienter Cuperfolg, denn Wacker hatte mit Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena die zwei anderen großen Fußball-Vereine ausgeschaltet. Doch auch die Preußen aus Bad Langensalza boten eine Leistung, auf die sie stolz sein durften. So gab es keine Enttäuschten an diesem sonnigen Pokal-Nachmittag in Erfurt.

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