Wacker Nordhausen: Mehr als 100 Gläubiger fordern Geld

Nordhausen.  Erste Prozesse im Rahmen des Insolvenzverfahrens stehen bei der Spielbetriebs GmbH an.

Auch Ex-Präsident Nico Kleofas wird sich noch verantworten müssen.

Auch Ex-Präsident Nico Kleofas wird sich noch verantworten müssen.

Foto: Christoph Keil

Nach der Gläubigerversammlung am Mittwoch stehen im Insolvenzverfahren um die zahlungsunfähige Kapitalgesellschaft von Wacker Nordhausen erste Prozesse an. Wie Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel dieser Zeitung sagte, werde nun damit begonnen, die Forderungen einzuklagen. Mehr als einhundert Gläubiger haben gegenüber der Spielbetriebsgesellschaft des früheren Fußball-Regionalligisten Forderungen angemeldet. Auf welche Höhe diese sich insgesamt belaufen, ließ der Insolvenzanwalt offen. In Medienberichten war von einer Schuldenlast von neun Millionen Euro die Rede, die Wacker Nordhausen innerhalb weniger Jahre angehäuft haben soll.

Wann das Insolvenzverfahren zum Abschluss gebracht werden kann, ist unklar. Peter Staufenbiel rechnet damit, dass es durch anzustoßende Prozesse mehrere Jahre dauern könnte.

Auswirken auf die Forderungsklagen könnten sich darüber hinaus parallel laufende strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen mehrere Beteiligte im Zusammenhang mit der Insolvenz; unter anderem gegen den früheren Präsidenten und Geschäftsführer der Wacker-Spielbetriebs-GmbH, Nico Kleofas. Gegen ihn stehen Betrugsvorwürfe wegen undurchsichtiger Bürgschaften für Darlehen im Raum.

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