FC Rot-Weiß Erfurt

Warum Torwarttrainer Twardzik am Freitag nicht jubeln wird

Erfurt.  René Twardzik ist ein emotionaler Mensch. Doch für das Heimspiel gegen Halberstadt hat sich der Rot-Weiß-Torwarttrainer ein Jubel-Verbot erteilt.

Torwarttrainer René Twardzik (links) bei einer Übungseinheit beim FC Rot-Weiß.

Torwarttrainer René Twardzik (links) bei einer Übungseinheit beim FC Rot-Weiß.

Foto: Sascha Fromm

Natürlich hofft René Twardzik auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Das 0:3 in Fürstenwalde gehörte zweifellos zu den Tiefpunkten in seinen mittlerweile neuneinhalb Jahren als Torwarttrainer des FC Rot-Weiß. „Aber ich bin mir sicher: Die Jungs werden sich gegen Halberstadt anders präsentieren – und gewinnen“, blickt er auf das Erfurter Heimspiel am Freitagabend (19 Uhr) voraus.

Doch so sehr ihn ein Sieg freuen würde, ausgelassen feiern wird der Tscheche an der Seitenlinie nicht. Das selbst auferlegte Jubel-Verbot hat einen guten Grund. Mit Patrik zählt einer seiner drei (fußballspielenden) Söhne zu den Leistungsträgern beim Gegner. Aus Respekt vor ihm und seiner Mannschaft will sich der ansonsten ziemlich emotionale Twardzik zurückhalten.

„Das Gleiche gilt, falls Patrik ein Tor schießen sollte“, meint der 49-Jährige augenzwinkernd und verweist stolz auf die Entwicklung des Juniors. Twardzik zählt im Halberstädter Team zu den offensivstärksten Akteuren, hat vier Treffer und eine Torvorlage zu Buche stehen. Dass es für ihn nach einer Saison (2015/16) bei Rot-Weiß nicht weiterging, bedauert der Papa im Nachhinein. Allerdings: „Es ist schön zu sehen, dass die Jungs auch woanders auf eigenen Beinen stehen.“

Eine Wette für das Familien-Duell läuft nicht. Aber die Einladung für den Filius ins neu erbaute elterliche Haus steht: „Dann trinken wir ein Bier zusammen – hoffentlich auf unseren Sieg“, sagt René Twardzik.

Erfurt – Halberstadt, Freitag 19 Uhr

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