Weimarer Leichtathleten trainieren in kleinen Gruppen

Weimar.  Die Nachwuchs-Leichtathleten des KSSV Victoria Weimar trainieren in der Halle in Weimar-West unter strengen Auflagen.

Aktuell trainieren die Leichtathleten des KSSV Victoria Weimar in der Halle. Diese Archivaufnahme von Lore Ludewig und Trainer Tom Holley stammt aus dem vergangenen Winter.

Aktuell trainieren die Leichtathleten des KSSV Victoria Weimar in der Halle. Diese Archivaufnahme von Lore Ludewig und Trainer Tom Holley stammt aus dem vergangenen Winter.

Foto: Dirk Reddmann

In die Sporthalle in Weimar-West zieht langsam wieder etwas Leben ein. Die Leichtathleten des KSSV Victoria Weimar trainieren seit wenigen Tagen wieder – wenngleich unter strengen Auflagen.

Nein, die Eltern müssen freilich draußen bleiben, Umkleidekabinen und Duschen sind gesperrt. Das sagt Dirk Reddmann vom KSSV – die Kinder und Jugendlichen nehmen derlei Einschränkungen aber gern hin, schließlich sind sie froh darüber, dass überhaupt wieder geübt werden darf.

Im Oktober, als vor dem Beschluss zur neuerlichen Einschränkung des öffentlichen Lebens, veröffentlichte der Thüringer Leichtathletik-Verband einen Rahmenterminplan fürs nächste Jahr. „Noch steht er, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass er auch so umgesetzt wird“, sagt Reddmann. Schon am 9. und 10. Januar 2021 sollen demnach in Erfurt die mitteldeutschen Meisterschaften im Mehrkampf der U-18 bis zu den Männern und Frauen steigen. Daran sei wohl gerade nicht zu denken, fügt Reddmann an, der – wie viele andere auch – an eine Verlängerung der aktuell gültigen Verordnungen glaubt.

Meisterschaften sind die Perspektive, die es braucht

Und doch ist die Hoffnung da, dass im nächsten Jahr wieder ganz regulär um die Titel auf den verschiedenen Ebenen gekämpft wird, dass es wieder Thüringer und deutsche Meister geben wird. Diese Perspektive sei enorm wichtig, um die Athleten zu motivieren, wie Reddmann betont.

Aktuell beschränke sich das Training auf Kraftzirkel – die Grundlagen würden eben gelegt, wie es Reddmann sagt. Mehr sei gar nicht möglich. Der Verein teilte die Trainingsgruppen ein, zwischen den Einheiten sei immer eine Viertelstunde Karenzzeit eingeplant. „In diesen 15 Minuten wird die Halle gut durchgelüftet, während die eine Gruppe abreist und die nächste kommt. So ist auch sichergestellt, dass sich die Sportler nicht über den Weg laufen“, erklärt der Mann vom KSSV Victoria.

Das komplette Hygienekonzept haben alle Eltern zusammen mit einem Elternbrief ausgehändigt bekommen – Dirk Reddmann betont, dass sich alle diszipliniert daran halten. Schließlich sei man froh, dass überhaupt wieder trainiert werden darf. Und das wolle auch niemand riskieren.