DSV-Kombinierer verteidigen WM-Titel - Erstes Gold für Björn Kircheisen

Lahti  Die deutschen Kombinierer werden ihrer Favoritenrolle im Team gerecht. Das DSV-Quartett verteidigt souverän seinen Titel von 2015. Für Björn Kircheisen ist es die zwölfte Medaille - und die erste aus Gold.

Die deutschen Kombinierer haben bei der WM in Lahti ihren Titel in der Staffel erfolgreich verteidigt und wie schon beim Vierfachsieg zwei Tage zuvor ihre erdrückende Dominanz ausgespielt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die deutschen Kombinierer haben bei der WM in Lahti ihren Titel in der Staffel erfolgreich verteidigt und wie schon beim Vierfachsieg zwei Tage zuvor ihre erdrückende Dominanz ausgespielt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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Deutschlands Nordische Kombinierer sind im Mannschaftswettbewerb zum nächsten WM-Gold

gestürmt und haben dem DSV-Team schon die siebte Medaille bei den Weltmeisterschaften in Lahti beschert. Björn Kircheisen, Olympiasieger Eric Frenzel, Fabian Rießle und Einzel-Weltmeister Johannes Rydzek setzten sich am Sonntag nach dem Springen auf der Normalschanze und der Langlauf-Staffel über 4 x 5 Kilometer klar vor Norwegen und Österreich durch. „Die Jungs haben das ganz cool und souverän durchgezogen“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Es war ein geschichtsträchtiges Rennen für die DSV-Kombinierer. Olympiasieger Frenzel löste mit seinem vierten WM-Gold Co-Trainer Ronny Ackermann an der Spitze der deutschen Bestenliste ab. „Das war eine geile Teamleistung“, sagte der Familienvater aus Oberwiesenthal. „Er war heute ein richtiger Leader, hat ja auch den weitesten Sprung gemacht“, stellte Weinbuch fest.

Auch Einzel-Weltmeister Rydzek zog nach Titeln mit Ackermann gleich. Als Schlussläufer konnte er sich den Luxus leisten, auf der Zielgerade mit der deutschen Fahne in der Hand den Triumph zu genießen. „Wir haben super zusammen gearbeitet und uns für die harte Arbeit belohnt“, sagte der Oberstdorfer.

Kircheisen kämpfte seit 2002 um Goldmedaille

Und dann war da noch Kircheisen, der zum Kombinierer mit den meisten WM-Medaillen der Geschichte avancierte. Das erste Gold seiner Karriere war zugleich das zwölfte Edelmetall für den 33 Jahre alten Sachsen. „Ich kann das noch gar nicht begreifen. Seit 2002 kämpfe ich darum. Ich möchte allen danken, die mitgeholfen haben, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte.“

Als Staffel-Startläufer beseitigte Kircheisen die letzten Siegzweifel, die nach dem Gala-Auftritt auf der Schanze ohnehin kaum noch bestanden. Der Routinier baute den Vorsprung nach dem Springen von 44 Sekunden auf 51,5 Sekunden aus, die restlichen Schleifen wurden für seine Teamkollegen zum Schaulaufen. Im Ziel betrug das Polster 41,7 Sekunden vor Norwegen.

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