Trans Thuringia startet bei Regen und Sturm

Neustadt  Unter erschwerten Bedingungen sind die Hundegespanne am Sonntag auf die erste Etappe gegangen – mit Verspätung und über eine kürzere Distanz. Zum Glück für die Teilnehmer soll es wieder winterlicher werden.

Bei der Trans Thüringia ging gestern auch André Willing in Neustadt am Rennsteig bei Dauerregen an den Start.

Bei der Trans Thüringia ging gestern auch André Willing in Neustadt am Rennsteig bei Dauerregen an den Start.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Es regnet in Strömen, der Sturm zerrt an den Bäumen und die Besucher der Trans Thüringia am Rande von Neustadt am Rennsteig sind nicht zu beneiden. Dick eingepackt in Regenkleidung, kommen doch einige Schlittenhundefans mit Kind und Kegel auf den Rennsteig. „Bei dem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür“, sagt eine alte Redensart. Aber die Schlittenhundhunde lieben solches Wetter. Vielleicht nicht gerades dieses Regenwetter, aber Temperaturen im zweistelligen Minusbereich lieben die Tiere.

Sagenhafte Schneeverhältnisse hatte es noch zu Beginn dieser Woche in Thüringen gegeben. Doch dann kündigte sich eine stürmische Front an. Wie geplant wurde am Samstag die Trans Thüringia im Beisein des Vertreters der Landrätin, Kay Tischer (SPD), und Vertretern der Gemeinde gemeinsam mit den Mushern und allen Organisatoren in Neustadt eröffnet.

Stefan Petermann, Rennleiter der Trans Thüringia, stand am Sonntag gut eingepackt an der Strecke. Wie auch die vielen anderen Helfer, die zum Organisationsteam gehören. „Wir mussten auf die widrigen Wetterverhältnisse reagieren“, sagte er. „Dann haben wir uns entschlossen, das Rennen auf jeden Fall durchzuführen.“ Kurzerhand wurde eine neue Strecke präpariert. Eigentlich sollten die Musher 30 Kilometer mit ihren Schlittenhunden zurücklegen. Durch die erschwerten Bedingungen für die 31 Gespannführer aus fünf Nationen und ihre Teams wurde die Startzeit um eine Stunde nach hinten auf 12 Uhr verschoben und die Strecke auf 13 Kilometer verkürzt.

Pünktlich zur Mittagszeit ging der erste Teilnehmer in der Pulkaklasse auf die verkürzte Strecke, die zum Wertungslauf in der Rennklasse zählt. Einige Besucher harrten eisern im Regen aus. Gestärkt mit Soljanka, Bratwurst, Rostbrätel oder Glühwein, feuerten sie die Musher und ihre Hunde kräftig an.

Rennleiter Stefan Petermann ist optimistisch, dass sich die Wetterlage bereits am Montag beruhigt und das Winterwetter zurückkehrt. Dann können Aktive wie auch Gäste in den nächsten Tagen tolle Rennen in Neustadt genießen.

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