ThSV Eisenach: „Wir kommen nicht mit der weißen Fahne“

Eisenach.  Beim Auswärtsspiel in Gummersbach kehrt Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic mit dem ThSV zu seiner großen Handball-Liebe zurück.

Sead Hasanefendic hat gut lachen. Die letzten drei Heimspiele haben seine Eisenacher gewonnen.

Sead Hasanefendic hat gut lachen. Die letzten drei Heimspiele haben seine Eisenacher gewonnen.

Foto: SPORTFOTOSEISENACH

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Die Erfolgsgeschichte des VfL Gummersbach ist eng mit dem Namen Sead Hasanefendic verbunden, der von 2002 bis 2004, von 2008 bis 2011 und noch einmal 2017 für einige Monate das Traineramt innehatte. Viele nationale und internationale Erfolge liegen in dieser Zeit. Am Samstag (18 Uhr) kommt die Trainerikone mit dem ThSV Eisenach zum Zweitligaspiel zu seiner großen Liebe Gummersbach zurück.

Welche Erkenntnisse haben Sie aus dem 24:26 gegen Nettelstedt, der ersten Heimniederlage, gewonnen?

Das erste Mal haben wir in heimischer Halle nicht die nötige Leidenschaft, speziell in der Abwehr, gezeigt. Wir haben dem Gast die Initiative überlassen. Die erste Heimniederlage war schon bitter, aber kein Beinbruch. Wir brauchen aber Überzeugung, mehr Siegeswillen als der Gegner.

Nun geht es zu Ihrer großen Liebe, zum VfL Gummersbach. Da werden Erinnerungen wach, oder?

Der VfL Gummersbach war lange Zeit Teil meines Lebens. Ich habe mich viele Jahre mit ihm identifiziert. Mein Hauptwohnsitz ist auch heute noch Gummersbach. Es waren ganz erfolgreiche Jahre. Die Creme de la Creme des Handballs trug das Trikot des VfL Gummersbach. Genannt seien Top-Torjäger wie Kyung Shin Yoon, Francois-Xavier Houlet und Viktor Szilagyi. Wir haben die Fahne von Gummersbach durch ganz Europa getragen. Wir holten zwei Europapokalsiege und gewannen den EHF-Pokal. Hier wurde Handballgeschichte geschrieben! Doch jetzt komme ich als Trainer des ThSV Eisenach. Das Heute zählt! Für beide. Mit meiner Mannschaft werde ich alles geben, um eine gute Leistung, ein gutes Spiel, abzuliefern. Vielleicht gewinnen wir, das wäre ein tolles Erlebnis.

Beide Mannschaften haben 19 Punkte. Erwarten Sie ein Spiel von zwei Teams auf Augenhöhe?

Ich darf daran erinnern, der VfL Gummersbach spielte in der Vorsaison in der ersten, der ThSV Eisenach in der dritten Liga. Ja, beide haben derzeit 19 Punkte, von zwei Vereinen auf Augenhöhe zu sprechen, das wäre überheblich. Gummersbach hat ganz andere Ziele. Vollkommen zu Recht! Der VfL will zurück in die erste Bundesliga. Er hat auch das Zeug dazu. Doch wir kommen nicht mit der weißen Fahne. Wir genießen den Moment, wollen so lange wie möglich im Vorderfeld der Tabelle bleiben.

Was zeichnet den VfL Gummersbach dieser Tage aus?

Die erste Zweitligasaison der Historie begann wechselhaft. Hochs und Tiefs waren vor allem zu Saisonbeginn angesagt. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis sich die individuelle Qualität im mannschaftlichen Erfolg widerspiegelte. Aus einer aggressiven Abwehr mit einem starken Innenblock und zwei Top-Torhütern wird das Spiel nach vorn ausgelöst. Ich rechne mit einem starken Saisonendspurt des VfL.

Was geben Sie Ihrer Mannschaft mit auf den Weg?

Ich hoffe, die kränkelnden Spieler sind bis Samstag fit, damit ich die bestmögliche Mannschaft auf das Parkett schicken kann. Wir werden es genießen, gegen einen renommierten Kontrahenten in einer tollen Halle auflaufen zu dürfen.

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