Zu ungeduldig gegen abgebrühten Oberligisten

Martinroda  Fußball-Testspiel: FSV Martinroda - BSG Wismut Gera 1:5

Der Martinrodaer Enes Hoppe (l.) verliert den Ball gegen Geras Hüne Chris Söllner. Wismut siegte 5:1.

Der Martinrodaer Enes Hoppe (l.) verliert den Ball gegen Geras Hüne Chris Söllner. Wismut siegte 5:1.

Foto: Andreas Heckel

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Gegen den Oberligisten Wismut Gera musste der Thüringenliga-Zweite FSV Martinroda zwei Wochen vor Rückrundenstart eine lehrreiche 1:5-Niederlage einstecken. Zwar fiel das Ergebnis um ein, zwei Tore zu hoch aus, das Spiel zeigte aber auch, was zwischen beiden Spielklassen liegt.

Martinroda erreichte zumindest optisch Gleichwertigkeit, in Sachen Cleverness im Abschluss zeigten die Wismut-Männer ihre Klasse und deckten einige Deckungsnachlässigkeiten des ambitionierten Fischer-Teams auf.

Martinroda begann das Spiel mit einer Halbchance von Ulke, der über rechts zu weit abgedrängt den Ball neben das Tor setzte. Im Gegenzug eine unnötig verursachte Ecke mit der Folge des ersten Geraer Treffers. Ein verlorenes Kopfballduell im Zentrum konnte Jagupov ungehindert aus fünf Metern eindrücken (6.). Bis zum Geraer Strafraum spielte Martinroda sehr gefällig. Hinten standen die mit einer Dreierformation spielenden Gäste äußerst sicher, was unterstrich, wie wichtig ein stabiles Abwehrgefüge für das Umkehrspiel ist.

Das 0:2 war wegen einem vorausgegangenen klaren Foulspiel an Langhammer eher irregulär, dennoch ursächlich eines verkorksten Zuspieles ebenfalls unnötig, Lehmann nutzte das (15.). Den Anschluss verpasste Suliman zu überhastet (16.). Gegenüber forderte Söllner FSV-Keeper Gössinger heraus (35.) und gegenüber wurde Hertel noch geblockt (40.).

Der Anschluss gelang kurz nach Wiederbeginn dann doch. El Hajj spielte Fernando in den Lauf, der präzise aus 14 Metern abschloss (48.). Selbst der Ausgleich war nun drin, doch Hertel war im Alleingang frei vor dem Tor zu ungeduldig (56.).

Eher überraschend gelang Lehmann per Kopf das 1:3 (59.). Danach versuchten es die Gastgeber zu sehr mit der „Brechstange“. Suliman wollte einen Elfer (66.), Seel nahm erst drei Geraer aus, hatte dann aber im Strafraum angelangt, nicht den Blick für den freien El Hajj (68.). Etwas übermotiviert riss beim Herauslaufen Gössinger Jagupov um, Pusch verwandelte den Strafstoß zum 1:4 (80.). Und nach einer Flanke war wieder per Kopf Lehmann nicht festzumachen. Er köpfte zwei Minuten vor Ultimo zum 1:5 ein. Das war‘s! Etwas geduldiger und bei hohen Bällen energischer verteidigend wäre mehr drin gewesen. Dienstag geht es nach Sömmerda, Sonntag darauf zu Chemie Leipzig.

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