Zum Abschied noch einmal siegreich

Bremen  Beim Sechstagerennen in Bremen beendete der Erfurter René Enders seine Karriere als Bahnradsprinter

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Bei seinem letzten Rennen nach 15 Jahren erfolgreichem Hochleistungssport durfte Bahnradsprinter René Enders nochmals aufs Podest klettern. Ein würdiger Abschied für den Erfurter, der zwei olympischen Bronzemedaillen, zwei WM-Titel, drei Europameistertrikots sowie acht Weltcupsiege mit einem Weltrekord im Teamsprint in seiner Vita stehen hat .

Der 30-Jährige vom Sprintteam Thüringen ging bei den Sprintwettbewerben in einem Sechserfeld beim Bremer Sechstagerennen auf der kurzen 166-m-Holzpiste in der ÖVB-Arena bei drei Kurzzeitrennen letztmalig an den Start. Dabei stellte er sich nochmals in blendender Form den vielen tausend Zuschauern vor und gewann die Sprint-Gesamtwertung mit 59 Punkten ganz knapp vor Carl Hinze (Hildesheim/60), den er erst im Finale am letzten Abend ganz knapp besiegte. Dahinter landeten Sam Ligtlee (Niederlande/83), der den mit einem Schlüsselbeinbruch schwer gestürzten tschechischen Meister Tomas Babek ersetzen musste, Moritz Meißner (Cottbus/86), Hamish Turnbull (86) und Lews Steward (beide England/112).

Seine gute Verfassung bewies Enders auch beim Rundenrekordfahren, wo er hinter Hinze (67,917 km/h) und Turnbull (67,680) mit 66,394 km/h den dritten Platz belegte. Die ganze Halle applaudierte dem Erfurter bei seiner tollen Verabschiedung auf seiner Ex-Ehrenrunde am Montagabend. „Dabei gingen mir die Worte vom sportlichen Leiter Erik Weispfennig, der selbst Weltmeister im Madison 2000 war, besonders nahe. Das war für mich ein besonders emotionales Ereignis zum Ende meiner langen Laufbahn“, sagte ein ergriffener Enders.

Überhaupt waren diese Tage für den Erfurter ein tolles Erlebnis, auch nach den Rennen. „Die ganze Atmosphäre in Bremen war familiär und wir haben nach den Rennen spät nachts noch bei einem Bierchen zusammen gesessen und geschwatzt“, freute sich der nun Ex-Rennfahrer. Vor allem auch darüber, dass er bereits jetzt für das nächste Sechstagerennen 2019 in Bremen eine Einladung als Zuschauer bekam und damit seine Leistungen gewürdigt werden.

Künftige Aufgaben: Polizei, Familie und Co-Trainer

In seinem nun folgende Lebensabschnitt will sich Enders vor allem seiner Frau Justine und seinem Sohn Levi widmen. Neben seinem Beruf als Obermeister der Bundespolizei freut er sich darauf, als Assistent des neuen Cheftrainers Anner Miedema bei seinem Thüringer Sprintteam dem Radsport auch weiterhin die Treue zu halten.

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