Zurück nach sieben Monaten: Science City Jena startet in die Saison

Jena.  Nach zahllosen Corona-Stopps gehen Jenas Basketballer am Dienstag in Kirchheim endlich auf Korbjagd.

Science-City-Trainer Frank Menz schwört seine Spieler ein. Die Punktspielpause hat ein Ende.

Science-City-Trainer Frank Menz schwört seine Spieler ein. Die Punktspielpause hat ein Ende.

Foto: Sascha Fromm

Ein lockeres Training am Morgen, Pasta und Salat beim Lieblings-Italiener und fast sieben Stunden Busfahrt ins schwäbische Kirchheim unter Teck. Science City Jena ist zurück im Basketball-Spiel. Endlich steigt nach sieben langen Monaten Corona-Pause am Dienstagabend die Auftaktpartie für die Thüringer in der 2. Liga Pro A bei den Kirchheim Knights.

Am 8. März kämpften die Jenaer beim 87:97 gegen Schwenningen zum letzten Mal um Punkte. Danach folgte Corona mit dem Fall im Nachwuchsteam von Science City im September, der auch die negativ getestete erste Mannschaft zwei Wochen ins Home-Training zwang. Es folgte die zweimalige Absage der Partie in Kirchheim, wegen Coronafällen bei den Gastgebern. „So etwas haben die Spieler noch nie erlebt und ich kenne lange Pausen ohne Matches nur von meiner Bundestrainer-Arbeit“, sagte Jenas Headcoach Frank Menz. „Erst, wenn am Dienstag der Ball endlich wieder fliegt, glaube ich aber wirklich dran“, sagte Menz und lachte. Seine Jungs seien heiß. „Jetzt wird die Falltür hochgezogen und es geht raus in die Arena“, so der Trainer.

Nur ein Testspiel

In welcher Form sich die Männer aus der Stadt der Wissenschaft bei den „Rittern“ vorstellen werden, weiß auch Menz noch nicht genau. „Wir haben letztlich fünf Wochen Vorbereitung verloren und müssen weiter viel individualisiert üben. Eineinhalb Stunden volles Teamtraining sind noch nicht möglich. Etliche Jungs geraten in den roten Bereich, haben Herzfrequenzen, die nicht gesund sind. Wir wollen unser Team aber nicht in den Keller trainieren“, findet Menz. Athletisch und technisch hätte die Corona-Pause einigen Spielern gut getan. „Beim schön herausgespielten Sieg gegen Nürnberg in unserem einzigen Testspiel konnte man sehen, dass alles deutlich besser aussieht als erwartet“, so Menz.

Ein Sieg in Kirchheim, dass die Playoffs in der letzten Saison knapp verpasste, ist das Ziel. „Doch die Knights haben sich gut verstärkt“, weiß Menz. Sein eigenes Team hat ein neues Gesicht. Mit Nixon, Lodders, Holland, Haukohl und Smith kamen fünf Neue. Der 31 Jahre alte Zamal Smith fügte sich zuletzt bei Jena perfekt ein. „Wir sind froh, ihn gefunden zu haben. Er strahlt die Ruhe aus, die wir brauchen“, sagte Menz über den routinierten US-Amerikaner, der nach der „Flucht“ von Zavier Simpson über den „Großen Teich“ verpflichtet worden war.

2,14-Meter-Riese verpflichtet

Am Montag stellte der Verein noch den erst 19 Jahre alten Brasilianer Rafael Alberton Rodrigues vor. „Wir führen ihn langsam ran. Er ist ein großes Talent, spielt aber erst drei Jahre Basketball“, so Menz über den 2,14-Meter-Riesen aus der Region Porto Alegre. Rodrigues trainiert bereits mit dem Profiteam, wird aber zunächst mit Doppellizenz für Culture City Weimar in der Regionalliga spielen.

Kommentar: Ambitionen trotz Krise

Kirchheim – Jena, Dienstag, 20 Uhr, www.sportdeutschland.tv

Spielplan 2020

Datum Gegner
Di, 27.10., 20 Uhr Kirchheim (A)
Fr, 06.11., 20:00 Paderborn (A)
So, 08.11., 14:00 Leverkusen (A)
Sa, 14.11., 19:30 Nürnberg (A)
Sa, 21.11., 19:00 Karlsruhe (H)
Sa, 28.11., 19:00 Bremerhaven (A)
So, 06.12., 16:30 Trier (H)
Mi, 09.12., 19:30 Quakenbrück (A)
So, 13.12., 16:30 Rostock (H)
So, 20.12., 16:30 Heidelberg (H)
So, 27.12., 20:00 Tübingen (A)