Trotz Insolvenzantrag: Nordhausen will Spielbetrieb fortsetzen

Nordhausen.  Obwohl die Spielbetriebs GmbH einen Insolvenzantrag gestellt hat, soll es weitergehen. Der Viertligist ist hoch verschuldet.

Fußball-Regionalligist Wacker 90 Nordhausen hatte am Montag einen Insolvenzantrag gestellt.

Fußball-Regionalligist Wacker 90 Nordhausen hatte am Montag einen Insolvenzantrag gestellt.

Foto: Marco Kneise (Archivfoto)

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Fußball-Regionalligist Wacker Nordhausen will trotz des Insolvenzantrags der Spielbetriebs GmbH die Serie wie geplant fortführen und wird aller Voraussicht nach auch am kommenden Sonntag zum Heimspiel gegen den SV Babelsberg antreten.

Bei dem hoch verschuldeten Viertligisten wurde wenige Stunden nach dem Eingang des Insolvenzantrages beim Amtsgericht Mühlhausen der Rechtsanwalt Peter Staufenbiel als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Nach ersten Gesprächen mit dem Vorstand von Wacker Nordhausen geht er davon aus, dass ein Rückzug aus der Regionalliga verhindert werden kann. „Ich bin optimistisch, dass das gelingen wird, wenn das Präsidium die Dinge wie geplant umsetzt“, sagte Staufenbiel unserer Zeitung.

Über weitere Schritte wollte der Anwalt aus Mühlhausen noch nichts sagen. Zunächst wolle man mit den Mitarbeitern der Spielbetriebs GmbH, also in erster Linie den Spielern und Trainern, sprechen. Dazu wird es am Mittwoch eine Zusammenkunft geben. Am Dienstag hat die Mannschaft trainingsfrei.

Beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) muss Wacker Nordhausen laut Spielordnung innerhalb von zehn Tagen den Insolvenzantrag melden. Am Dienstag war bis 11 Uhr eine solche Information noch nicht eingegangen, sagte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs. Der Spielordnung des Verbandes entsprechend werden dem Verein neun Punkte abgezogen. Über weitere mögliche Konsequenzen könne man erst Auskunft geben, wenn Nordhausen offiziell seinen Insolvenzantrag dem Verband mitgeteilt hat, erklärte Fuchs.

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