1400 Meter landwirtschaftlicher Wegebau wurden in Ballstädt abgeschlossen

Knapp zwei Monate vor dem geplanten Termin konnte am Donnerstag Ballstädts Bürgermeisterin Erika Reiser das Projekt landwirtschaftlicher Wegebau in der Gemeinde abschließen. Auf knapp anderthalb Kilometern führt der neu gestaltete Obere Bergweg zur Schönen Aussicht oberhalb des Dorfes.

Weg zur schönen Aussicht: Ballstädter Steppkes gehörten zu den ersten, die den neuen Weg oberhalb ihres Dorfes testeten. Foto: Klaus-Dieter Simmen

Foto: zgt

Ballstädt. Natürlich profitieren in erster Linie Landwirtschaft und Forst von dem Projekt. Zumal sich an den Oberen Bergweg in naher Zukunft ein ausgebauter Forstweg anschließen soll. Grundvoraussetzung für die Arbeiten war allerdings der grundhafte Ausbau der Kuhbrücke. Das alte Bauwerk hielt ohnehin dem Verkehr kaum noch stand. Heute können problemlos 40-Tonner über die Kuhbrücke fahren. Das sei besonders aus forstwirtschaftlicher Sicht von Interesse, betont Erika Reiser.

2009 beschloss schließlich der Gemeinderat, die Brücke zu sanieren und den Weg auf einer Strecke von 1400 Metern zu erneuern. Danach, so Bürgermeisterin Reiser, habe man Förderanträge ausgefüllt, und als die bewilligt waren, die Ausschreibung veranlasst. "Im September des vergangenen Jahres begannen dann die Arbeiten." Weil sich der Weg in einem Flächennaturdenkmal befindet, mussten auf 900 Metern Betonstreifen Bitumen ersetzen. Das geschah ebenso im Einklang mit der Unteren Naturschutzbehörde wie die Ausgleichsmaßnahmen. "Wir ließen 60 Obstbäume pflanzen, vorwiegend Äpfel und Kirschen, sowie 850 Sträucher", erzählt Erika Reiser. Letztere kamen entlang des sanierten Weges und am Bahnhof in die Erde. Insgesamt kostete die Maßnahme 310.000 Euro, davon kamen 173.000 Euro aus Fördermitteln.

Doch nicht nur wirtschaftlichen Interessen dient das Bauwerk. Für Wanderer und Radfahrer ist die Schöne Aussicht bequemer zu erreichen; auch mit Kinderwagen und Rollstuhl geht es ohne Hindernisse bergan. "Besonders für Radler dürfte der Weg nun interessant sein", meint die Bürgermeisterin. "Sie gelangen von hier aus zum Kammweg der Fahner Höhe, wo es Radwegeanbindungen in Richtung Erfurt und ins Unstruttal gibt."

Als erste nahmen Ballstädter Kinder den neuen Oberen Bergweg unter die Reifen ihre Fahr- und Laufräder. Das machte besonders viel Spaß, weil die Gemeindeverwaltung - schließlich war Gründonnerstag - am Ende der Strecke Osternester versteckt und einen leibhaftigen Osterhasen eingeladen hatte.

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