Erfurt. Die Inflation in Thüringen ist im November wieder unter die Marke von 10 Prozent gesunken.

Durch eine leichte Entspannung bei den Energiepreisen ist die Inflation in Thüringen im November wieder unter die Marke von 10 Prozent gesunken. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am Montag mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,9 Prozent - das sind 0,8 Prozentpunkte weniger als im Oktober.

'Thüringen - Der Tag' - Post von Jan Hollitzer

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Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe seien im Vergleich zum Vormonat um 5,3 Prozent gesunken, teilte das Landesamt mit. Mit Blick auf die Preise von November 2021 stellten die Statistiker aber ein Plus bei den Preisen für Energieprodukte von 33,5 Prozent fest.

Hohe Inflationsraten schmälern die Kaufkraft von Verbrauchern, das heißt sie können sich für einen Euro weniger leisten. Das kann den Privatkonsum als wichtige Konjunkturstütze schwächen.

Menschen mit Behinderung sehen sich stärker von Inflation betroffen

Viele Menschen mit Behinderung sehen sich in Thüringen stärker als Menschen ohne Beeinträchtigungen von der Inflation belastet. Das geht aus dem aktuellen Inklusionsmonitor hervor, der am Montag in Erfurt vorgestellt wurde. Er basiert auf einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa, für die zwischen dem 3. und 14. November 1000 Menschen in Thüringen ab 18 Jahren per Telefon oder Internet befragt wurden. Insgesamt waren 46 Prozent der Befragten der Meinung, dass Behinderte stärker belastet sind durch die aktuelle Inflationskrise als Menschen ohne Einschränkungen. 40 Prozent sahen die Belastung in etwa auf gleichem Niveau. Von den befragten Menschen, die selbst eine Behinderung haben, gaben 60 Prozent an, stärker als andere von der Inflation betroffen zu sein.