Leipzig. Auf einigen Strecken hat die Bahn in diesem Jahr planmäßig Züge ausfallen lassen - meist weil das Personal knapp war. Die Bahn kündigt an, die Bemühungen um zusätzliche Kräfte intensivieren zu wollen.

Die Deutsche Bahn will sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen personell breiter aufstellen. Mittelfristig werde die Bahn die Anzahl der Ausbildungsplätze und die Rekrutierung von Quereinsteigern erhöhen, sagte eine Sprecherin der Bahn in Leipzig. 2022 hätten in den drei Ländern rund 340 angehende Fahrdienstleiter ihre Arbeit aufgenommen. Für 2023 plant das Unternehmen, in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen rund 460 Auszubildende und Quereinsteiger einzustellen.

Hoher Krankenstand sorgte für Zugausfälle

Ein hoher Krankenstand insbesondere in den Stellwerken hatte nach Angaben der Sprecherin zuletzt auf einigen Strecken zu Zugausfällen geführt. Betroffen waren demnach die Strecken Halle/Sangerhausen/Leinefelde/Kassel sowie Sangerhausen/Erfurt. Bei den Zugausfällen machte sich negativ bemerkbar, dass die Mitarbeiter mit ihren ortsspezifischen Kenntnissen nur schwer ersetzt werden konnten.

Zwar wurden Mitarbeiter der Bahn zur Unterstützung in den betroffenen Gebieten eingesetzt, zu Ausfällen kam es dennoch. So waren Stellwerke zwischen Halle und Kassel planmäßig in einigen Nächten nicht besetzt, "um die Personalsituation zu stabilisieren und die Planbarkeit für Unternehmen wie Abellio und seine Reisenden zu verbessern", erkärte die Sprecherin. Das sei allerdings nur begrenzt möglich, da die Strecke auch nachts intensiv von Güterzügen genutzt wird. Ziel soll nun sein, dass Ausfälle spätestens ab Sommer 2023 zuverlässig vermieden werden.

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