Azubi des Quartals ausgezeichnet

Marksuhl.  Philipp Tanz wird Azubi des Quartals. Sein Ausbildungsbetrieb, die Firma Hirschvogel, investiert in den Thüringer Standort.

Als bester Lehrling des Quartals ist Philipp Tanz (Mitte) ausgezeichnet worden. Michael Tallai (Geschäftsführer von Funke Medien Thüringen, 4. von links) und IHK-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch (links) überreichten eine Zeitungsseite sowie zwei Tablets. Eines davon erhält Ausbilder Ullrich Eckhardt (rechts) von der Hirschvogel Aluminium GmbH in Marksuhl.

Als bester Lehrling des Quartals ist Philipp Tanz (Mitte) ausgezeichnet worden. Michael Tallai (Geschäftsführer von Funke Medien Thüringen, 4. von links) und IHK-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch (links) überreichten eine Zeitungsseite sowie zwei Tablets. Eines davon erhält Ausbilder Ullrich Eckhardt (rechts) von der Hirschvogel Aluminium GmbH in Marksuhl.

Foto: Sascha Fromm

Sichtlich überrascht hat Philipp Tanz am Freitag in Marksuhl das Tablet und die Urkunde für den Azubi des Quartals in Empfang genommen. Der Lehrling der Firma Hirschvogel Aluminium GmbH hatte sich im gemeinsamen Wettbewerb der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und der Thüringer Allgemeine durchgesetzt.

„Ich hätte niemals damit gerechnet, zu gewinnen und einen Preis zu bekommen“, sagte Philipp Tanz im Ausbildungszentrum des Unternehmens. Er habe ursprünglich einen Text über sich und seine Ausbildung zum Mechatroniker für die IHK geschrieben. Erst später habe er erfahren, dass dieser Beitrag auch in der Zeitung erscheinen werde.

„Auch als mir Freunde davon erzählten, dass jetzt über die Beiträge von Lehrlingen abgestimmt werden kann, habe ich nicht erwartet, am Ende daraus als Sieger hervorzugehen“, versicherte Philipp dem Geschäftsführer von Funke Medien Thüringen, Michael Tallai.

Der überreichte an den Lehrling und an dessen Ausbilder Ullrich Eckhardt jeweils ein Tablet, verbunden mit einem digitalen Abo unserer Zeitung. Damit würdige man den Beitrag von Philipp zur Präsentation seines Betriebes und Berufes in der Zeitung und das Engagement des Unternehmens zur Ausbildung junger Menschen, erklärte die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Cornelia Haase-Lerch.

Er sei mittlerweile im dritten Lehrjahr und bereite sich momentan auf die anstehenden Prüfungen in der kommenden Woche vor, berichtete Philipp Tanz. Im Jahr 2022 will er seine Ausbildung nach dreieinhalb Jahren dann erfolgreich abschließen.

Insgesamt erlernen aktuell 31 junge Leute bei der Firma Hirschvogel – mit zwei Werken am Standort – einen Beruf, bestätigte Personalchef Michael Kaffee. Eigens dafür habe man das Ausbildungszentrum errichtet, in dem die jungen Leute beste Bedingungen vorfinden, sich auf die theoretischen und praktischen Prüfungen vorzubereiten.

Es sei schwieriger geworden, geeignete Fachkräfte für das Unternehmen zu finden, gelinge aber, wenn man sich entsprechend anstrenge, erklärte Kaffee. Er freue sich auch über Bewerbungen aus dem benachbarten Bayern.

Dort hat das Familienunternehmen Hirschvogel – ein Zulieferer der Automobilindustrie – seinen Ursprung und auch seinen Stammsitz. „Inzwischen beschäftigt Hirschvogel mehr als 6000 Mitarbeiter in neun Werken rund um den Globus, so auch in den USA, China, Polen und Indien“, stellte der Marksuhler Werkleiter Detlef Lumm die Firma vor. Der Umsatz habe zuletzt bei 1,2 Milliarden Euro gelegen. Die Hirschvogel Eisenach GmbH, die heute ihren Sitz in Marksuhl hat, ist aus der Übernahme der früheren Schmiede des Automobilwerkes Eisenach nach der Wende hervorgegangen. In den beiden Thüringer Werken haben gegenwärtig 660 Frauen und Männer ihren festen Arbeitsplatz.

Darunter arbeiten 80 Mitarbeiter im eigenen Werkzeugbau des Unternehmens, der auch für andere Hirschvogel-Standorte produziert. Jährlich investiere das Familienunternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag in seinen Thüringer Standort, so Lumm. Weitere Investitionen sind geplant.

Am Thüringer Firmenstandort des Unternehmens wird nicht nur gefertigt sondern auch entwickelt. Rund 40 Entwicklungsingenieure hat man dafür eingestellt, die auch für das Werk in China tätig sind, wie Michael Kaffee erläutert.

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