Bislang keine bessere Luft durch Corona-Einschränkungen

Erfurt.  Die Thüringer AfD-Fraktion sieht darin einen Beleg für die „Diesel-Hysterie“.

Symbolbild.

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Foto: Patrick Pleul / dpa

Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens – der sogenannte Shutdown – hat vorerst kaum zur Veränderung der Luftqualität beigetragen. Das besagen die Messreihen des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz. Alle aktuellen Infos in unserem Corona-Liveblog

Die in den „letzten drei Wochen gemessenen Werte zeigen keine auffälligen Veränderungen der Luftschadstoffkonzentration bei Stickoxiden und Feinstaub“, bestätigte eine Behördensprecherin. Zugleich verwies sie darauf, dass der Zeitraum viel zu kurz für eine endgültige Bewertung sei, da vor allem Bedingungen wie Wind oder besondere Wetterlagen verstärkt Einfluss auf die Luftqualität haben könnten.

Für die gesetzliche Bewertung der Luftqualität zähle daher immer erst ein Kalenderjahr, sagte die Sprecherin. Demnach seien in den vergangenen drei Jahren in Thüringen die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte bei Stickoxiden und Feinstaub eingehalten worden.

Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hatte in der vorigen Woche mit Verweis auf die seit dem Shutdown kaum veränderten Messwerte zur Luftqualität davon gesprochen, dass nun Beweise vorlägen, die den „Feldzug gegen den Diesel als Hysterie entlarven“ würden. Obwohl seit dem 20. März deutlich weniger Autos fahren, habe sich die Luftqualität nicht weiter verbessert.

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