DGB fordert 10.000 zusätzliche Kontrolleure von Mindestlohn

Berlin. Angesichts der rückläufigen Zahl der Überprüfungen von Betrieben auf die Einhaltung ihrer Mindestlohnpflichten hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einen massiven Stellenaufbau bei der zuständigen Zollbehörde gefordert.

Die DGB fordert zusätzliche Kontrollen des Mindestlohngesetzes. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Die DGB fordert zusätzliche Kontrollen des Mindestlohngesetzes. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

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„Wir brauchen mittelfristig bis zu 10.000 neue Stellen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der unserer Zeitung. Engmaschige Kontrollen des Mindestlohngesetzes durch die Behörde seien weiter erforderlich, so Körzell.

Wie am Freitag bekannt wurde, sind 2015, nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes, nur noch 43.637 Arbeitgeber durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf die Einhaltung ihrer Mindestlohnpflichten geprüft worden, 2014 waren es noch über 63.000. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums begründete gegenüber der Zeitung den Rückgang auch damit, dass die FKS inzwischen einen „risikoorientierten Ansatz“ verfolge und sich verstärkt um größere Fälle kümmere. So könne mit den bestehenden Ressourcen ein größerer Schaden begrenzt werden.

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