Freigabe der Unterführung in Mechterstädt für Juli geplant

Bauarbeiten an Unterführung in Mechterstädt sind noch im Zeitverzug. Bundesstraße wird vor Fußweg fertiggestellt. Zum Teil wird bei gesperrter Strecke auch nachts unter Flutlicht gearbeitet

Metallspundwände schützen die Baustelle vor Wassereinbruch. Foto: Peter Riecke

Metallspundwände schützen die Baustelle vor Wassereinbruch. Foto: Peter Riecke

Foto: zgt

Mechterstädt. Leuchtend gelbe Krane, weit ausgefahren, weisen in diesen Tagen schon von weither auf die Baustelle der Unterführung der Bundesstraße 7 unter der Bahnstrecke Eisenach - Leipzig der Deutschen Bahn in Mechterstädt hin.

Meist laden die Krane ihre Last zwischen dem jetzigen provisorischen Verlauf der B 7 und den bereits im vergangenen Jahr fertiggestellten Tragwerk ab. Man kann unter der Bahnstrecke durchschauen, Züge aller Arten fahren zügig durch die Baustelle, doch Gestalt und Verlauf der neuen Bundesstraße sind nur zu erahnen.

Riesige rostbraune Spundwände aus Profilstahl bilden eine riesige Rinne, die so tief ist wie ein mehrstöckiges Haus hoch. Sie hindern das Erdreich am Abrutschen, damit am Fuß der Rinne gearbeitet werden kann. Hier soll der Straßentrog entstehen, in dem die Bundesstraße dann allmählich in die Tiefe bis unter das Brücken-Tragwerk geführt wird. 740 Tonnen Stahl aus Einzelstäben sowie 5000 Kubikmeter Beton sollen dafür im Lauf der Zeit verbaut werden. Eine große sächsische Baufirma arbeitet dort gemeinsam mit einer Erfurter. Eine Mechterstädter Hoch- und Tiefbaufirma setzt eine historische Natursteinmauer um und schafft an verschiedenen Stellen Einfriedungen aus Beton.

Obwohl fast immer Leben auf der Baustelle ist und sich die Krane drehen, sind die Bauarbeiten noch immer im Rückstand. Eine Sperrpause im Zugverkehr musste infolge des frühen Wintereinbruches zum Jahresende 2010 abgesagt werden. Der bisher milde Winter in diesem Jahr hat nicht dazu geführt, die Rückstände aufholen zu können. Dennoch peilen die Bauleute die Verkehrsfreigabe für die Bundesstraße für den Juli dieses Jahres an.

Die Fußgänger müssen allerdings noch warten. Erst danach werden die Träger des Verbaus für den Trog der Fußgängerunterführung in die Erde gerammt. Die Bewohner der Gartenstraße und der Eisenacher Straße in Mechterstädt werden dann noch einmal Lärm ertragen müssen. Auch Unterbrechungen sind unvermeidbar, denn die Oberleitung muss nachjustiert werden. Auch gilt es, den alten Bahnübergang mit Schranke abzubauen. Solange die Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt ist, wird auch nachts unter Flutlicht gearbeitet.