Geld aus DDR-Zeit für Ex-Gummiwerkgelände

Die Gemeinde Hörselgau hat jetzt vom Land Thüringen Fördermittel bewilligt bekommen, um die Revitalisierung des einstigen Gummiwerkgeländes abschließen zu können.

Umgestaltung des früheren Gummiwerks: Das einstige Versandgebäude wurde in die Feuerwache der Gemeinde Hörselgau umgebaut. Archiv-Foto: Rita Roßmann

Foto: zgt

Hörselgau. Werner Oppermann, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) "Hörsel", informiert, dass es sich um 123.000 Euro handelt. Mit dem im diesjährigen Hörselgauer Etat eingeplanten Eigenanteil stehen damit 205.000 Euro zur Verfügung.

Die Herkunft der Fördermittel versetzte Oppermann in Staunen, denn so etwas habe er noch nicht erlebt: Das Geld stammt aus dem Vermögen ehemaliger DDR-Parteien und -Massenorganisationen. Schmunzelnd sagte der VG-Vorsitzende: "Es ist schon interessant, dass Geld aus DDR-Altlasten verwendet wird zum Beseitigen von DDR-Altlasten."

Gut eine Million Euro sind laut Oppermann seit 1997 aufgewendet worden, um die Industriebrache Gummiwerk zu beseitigen. Etwa 60 Prozent davon habe Hörselgau als Fördermittel erhalten. Mit dem Geld wurden marode Gebäude abgerissen, kontaminierte Böden ausgetauscht und das Gelände für Naherholungszwecke hergerichtet. Was jetzt noch ansteht, sind abschließende Landschaftspflegearbeiten.

Das Terrain gelte aus Landessicht inzwischen als "Vorzeigeobjekt", freut sich Oppermann. Erst kürzlich sei das Areal in Begleitung von Mitgliedern der Landesregierung durch eine Gruppe internationaler Studenten der Technischen Universität München besichtigt worden.

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