Indu-Sol aus Schmölln erhält Goldenes Siegel für Gesunde Arbeit

Jena  Zur Premiere haben sich drei Unternehmen das Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit gesichert.

Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit verliehen: Fabian Wuchold von der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen, Marcel Brenner von Indu-Sol und Günter Steinmetz von Bauerfeind (von links) mit den Auszeichnungen in Bronze, Gold und Silber. Foto: Tino Zippel

Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit verliehen: Fabian Wuchold von der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen, Marcel Brenner von Indu-Sol und Günter Steinmetz von Bauerfeind (von links) mit den Auszeichnungen in Bronze, Gold und Silber. Foto: Tino Zippel

Foto: zgt

Indu-Sol aus Schmölln im Altenburger Land erhielt die Auszeichnung in Gold, die Bauerfeind AG aus Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz in Silber. Das Siegel in Bronze ging an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen in Erfurt.

Das an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena angesiedelte Thüringer Netzwerk Gesunde Arbeit organisiert die Zertifizierung. Unternehmen müssen dafür nachweisen, welche Möglichkeiten sie ihren Arbeitnehmern zur Gesundheitsförderung bieten. „Wer das Siegel trägt, steigert seine Attraktivität als Arbeitgeber und sollte es leichter haben, Nachwuchs- und Fachkräfte zu gewinnen“, sagt die Prorektorin der Hochschule, Heike Kraußlach.

Im ersten Anlauf meldeten sich drei Bewerber. Die beste Bewertung erhielt mit Indu-Sol ein Technologieunternehmen, das Herstellern hilft, Anlagenstillstände zu vermeiden. Dafür diagnostizieren die Schmöllner die Kommunikationsnetzwerke der Maschinen, um die Zuverlässigkeit und Stabilität zu erhöhen. Das Unternehmen bietet seinen 95 Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen.

„Das betriebliche Gesundheitsmanagement hat sich aus der Mitarbeiterschaft heraus entwickelt“, hebt Maria Müller vom Netzwerk für Gesunde Arbeit hervor. Positiv aufgefallen sei die hohe Beteiligungsquote bei den Angeboten.

Das bestätigt Marcel Brenner aus der Personalabteilung. So komme regelmäßig ein Trainer für den 20-minütigen Bürosport ins Haus. „Da muss man lange suchen, um jemand zu finden, der nicht mitmacht“, berichtet Brenner und verweist auf weitere Angebote. So veranstaltet Indu-Sol ein firmeneigenes Sportfest oder nimmt im Team am Powertriathlon in Gera teil. Obst steht für die Mitarbeiter bereit. „Wir haben schon Ernährungsberatung angeboten“, sagt Brenner, der von weiteren Ideen berichtet. „Unser Ziel ist, dass sich die Mitarbeiter auf Arbeit wie zu Hause fühlen.“

So geht‘s: Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit

  • Das Zertifikat wird an alle interessierten Unternehmen vergeben, die sich freiwillig einer Prüfung ihrer Arbeitsbedingungen und gesundheitsfördernden Maßnahmen unterziehen.
  • Voraussetzung sind ein einen Sitz oder eine Niederlassung im Freistaat Thüringen, ein Ansprechpartner für das Thema Gesundheit im Unternehmen und Engagement in den Bereichen Mitarbeitergesundheit sowie gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und Maßnahmen.
  • Für jede Siegel-Stufe gelten unterschiedliche Bewertungskriterien. Die Anforderungen steigen in Richtung Gold-Siegel und mit zunehmender Mitarbeiterzahl. Teilnehmer müssen einen Fragebogen beantworten und sich einem Vor-Ort-Audit stellen.
  • Das Siegel wird für 3 Jahre vergeben. Danach findet auf Wunsch des Unternehmens eine erneute Prüfung durch die Jury statt.
  • Die nächste Bewerbungsfrist endet am 31. März im nächsten Jahr.