Jenoptik tritt dem Metall-Flächentarif bei

Jena.  Unternehmen wird 54. Mitglied des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen (VMET) – Übergangszeit bis 2025.

Die Mitarbeiter der Jenoptik in Jena können sich freuen: Das Unternehmen tritt dem Arbeitgeberverband VMET in Thüringen bei und nähert sich bis 2025 dem Flächentarifvertrag an.

Die Mitarbeiter der Jenoptik in Jena können sich freuen: Das Unternehmen tritt dem Arbeitgeberverband VMET in Thüringen bei und nähert sich bis 2025 dem Flächentarifvertrag an.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Jenoptik AG tritt zu Beginn des Jahres 2020 dem Flächentarifvertrag bei, der von der IG Metall Bezirk Mitte und dem Verband der Thüringer Metall- und Elektroindustrie ausgehandelt wird. Das Unternehmen wird zum 54. Mitglied im Verband. Bisher hatte es einen Haustarifvertrag gegeben. Nach Firmenangaben hat man seit mehr als einem Jahr mit der IG Metall dazu verhandelt, die ebenfalls schon seit langem dran interessiert ist, die Firma in den Flächentarifvertrag zu holen.

„Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, der uns als Arbeitgeber in der Region stärkt“, sagte Vorstandschef Stefan Traeger. In einer Übergangszeit bis 2025 wird man sich stufenweise dem Flächentarifvertrag annähern. „Betroffen sind Standorte in Jena und Triptis sowie Berlin und Dresden“, sagte Jenoptik-Sprecherin Cornelia Ehrler.

In Jena und Triptis profitieren 1300 Mitarbeiter

IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger sagte, das Handeln der Jenoptik zeige, dass Tarifverträge auch für Technologieunternehmen attraktiv seien. So werde der Flächentarifvertrag gestärkt. An Jenoptik-Standorten in Westdeutschland gilt teilweise bereits der Flächentarif. Betroffen von der Neuregelung sind insgesamt etwa 1300 Mitarbeiter. In Thüringen beschäftigt Jenoptik etwa 1700 Menschen.