Mehr als 100 Arbeitsplätze gesichert: Erfurter Hoteldienstleister saniert

Erfurt  Insolvenzverfahren von HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuß GmbH ist erfolgreich abgeschlossen. Neuer Betreiber führt den Geschäftsbetrieb fort.

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Foto: Oliver Berg

Das Erfurter Unternehmen HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuß GmbH ist erfolgreich saniert worden.

Das bestätigte Rechtsanwalt Kai Dellit, Partner der Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm, der seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai diesen Jahres zunächst den Geschäftsbetrieb als Insolvenzverwalter fortgeführt hatte. Mit der Übernahme durch einen Investor sei die Sanierung nun abgeschlossen, so Dellit.

Die Firma HDG ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 überwiegend im Osten und in der Mitte von Deutschland als Personaldienstleister für das Hotelgewerbe, hauptsächlich im Bereich „Housekeeping“ tätig. An 13 Standorten beschäftigte die Firma zwischenzeitlich mehr als 200 Mitarbeiter.

Allerdings hatte das Unternehmen dann unter anderem einen erheblichen Umsatzverlust nach der Beendigung eines Vertrages durch einen wichtigen Kunden zu verkraften.

„Die Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens war der richtige Weg und wohl auch die einzige Option für den Fortbestand des Geschäftsbetriebs. Unter dem Schutz der Insolvenzordnung konnte die Restrukturierung optimal erfolgen und der Umsatzverlust wirtschaftlich kompensiert werden“, sagte Dellit. Die harten, aber erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen ermöglichten die Rettung von 102 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen wurde durch die HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft mbH mit Sitz in Erfurt übernommen.

„Der Weg dorthin war nicht leicht“, so Dellit. Um den Geschäftsbetrieb zu retten, war der Abbau von 80 Arbeitsplätzen unumgänglich. Dieser betraf die Hotels der Betreiber, zu denen die Geschäftsbeziehung beendet worden war. „Soweit mir bekannt, haben aber nahezu alle betroffenen Arbeitnehmer unmittelbar eine Anschlussbeschäftigung gefunden“, erklärte Dellit.

Bis zur Eröffnung des Verfahrens über das Vermögen der Firma war Kai Dellit bereits als vorläufiger Sachwalter bestellt.

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