Mit Wohnmobilen aus Gotha durch die weite Welt

Gotha  Westfalia Mobil eröffnet Produktionsstandort in der Gleichenstraße. 1000 Fahrzeuge sollen im Jahr hergestellt werden.

Westfalia Mobil, deutsche Pionier des Reisemobilbaus, hat in Gotha einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Zusätzlich zum bestehenden Betrieb in Rheda-Wiedenbrück, werden Kastenwagen-Ausbauten gefertigt. Foto: Mike Reuer

Westfalia Mobil, deutsche Pionier des Reisemobilbaus, hat in Gotha einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Zusätzlich zum bestehenden Betrieb in Rheda-Wiedenbrück, werden Kastenwagen-Ausbauten gefertigt. Foto: Mike Reuer

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Reisemobilmarkt boomt. Davon profitiert auch Gotha. In der Gleichenstraße 20 hat jetzt Westfalia Mobil einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Wo sich ehemals die Niederlassung der Weidemann GmbH befand, werden seit März dieses Jahres Wohnmobile hergestellt. Zusätzlich zum Stammbetrieb in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen, Kreis Gütersloh, werden dort Kastenwagenausbauten gefertigt. In Rheda-Wiedenbrück platze die Produktion aus allen Nähten, sagt Mike Reuer, Geschäftsführer von Westfalia Mobil. Deshalb sei entschieden worden, in Gotha eine neue Produktionsstätte zu eröffnen.

Die Branche verzeichnet enorme Steigerungsraten, stellt Reuer fest – im Schnitt um 20 Prozent. "Bei uns sind es 40 Prozent", beschreibt er die Nachfrage. Die letzten Jahre seien für Westfalia sehr erfolgreich verlaufen. Das betreffe sowohl eigene Produkte – Erzeugnisse, die das Unternehmen über ein eigenes Händlernetzwerk vertreibe, als auch OEM-Produkte, die für Kunden aus der Automobilindustrie produziert werden. Dazu zählen Ford und Mercedes Benz. "Um unseren Wachstumskurs für beide Geschäftsbereiche zukünftig auch dauerhaft fortführen zu können, benötigten wir die in Gotha neu geschaffenen Produktionskapazitäten", sagt Reuer.

Die Entscheidung für Gotha sei aus mehreren Überlegungen heraus erfolgt. Die geografische Lage, mitten in Deutschland, habe eine wesentliche Rolle gespielt. Wegen der optimalen Anbindung und des logistischen Drehkreuzes sei die Region Gotha/Erfurt sicher eine der attraktivsten in Deutschland. Maßgebend auch das vorhandene Fachkräftepotenzial. "In und um Gotha werden schon seit vielen Jahren Fahrzeuge produziert. Es besteht also ein gutes Angebot an qualifizierten Fachkräften." Die Lokalpolitik, Landesentwicklungsgesellschaft und Wirtschaftsförderung hätten den Fahrzeug-Ausstatter bei der Wahl des Standortes sehr gut unterstützt.

Das Firmengelände in der Gleichenstraße umfasst aktuell mehr als 6000 Quadratmeter. Darüber hinaus biete das große Grundstück ausreichende Stellflächen und Expansionsmöglichkeiten.

Mit 18 Mitarbeitern begann die Fertigung. Jetzt sind es bereits 20. Reuer geht davon aus, dass die Belegschaft innerhalb eines Jahres auf etwa 50 bis 60 wächst. "Wir wollen hier etwa 1000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren und haben noch Luft nach oben" beschreibt er die Aussichten.

Im März ist mit der Produktion des ersten Modells, des Amundsen 540D begonnen worden. Sukzessive soll Modell für Modell der Eigenmarken Westfalia Mobil in Gotha gebaut werden.

Parallel dazu gehe in Rheda-Wiedenbrück die Produktion weiter, erklärt der Geschäftsführer. Er geht davon aus, innerhalb eines Jahres das gesamte Portfolio in Gotha zu produzieren.

Die OEM-Erzeugnisse sollen in Rheda-Wiedenbrück verbleiben. "Wir können die frei gewordenen Kapazitäten gut gebrauchen." Auch im Stammsitz gehe das Unternehmen aufgrund der guten Auftragslage von einer weiterhin wachsenden Mitarbeiterzahl aus.

Reuer selbst fungiert als Geschäftsführer auch für den neuen Standort Gotha. Unterstützt werde er von Philip Kahm, der über ausgezeichnete Erfahrungen als Einkaufsleiter und Projektmanager verfügt. Er war federführend in der Koordination der neuen Amundsen-Modelle. In Gotha ist Kahm Verantwortlicher für die gesamte Warenwirtschaft und zeichne mit Prokura für das Unternehmen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.