Neues Dach für Turnhalle in Neustadt

Die Gemeinde will und muss 2012 einiges nachholen, was sie ursprünglich für dieses Jahr geplant hatte. Wobei es nicht nur um Investitionen, wie die Sanierung der Waldstraße (unsere Zeitung berichtete) geht. Noch offen ist laut Bürgermeister Dirk Macheleidt die Klärung von Grundstücksangelegenheiten in der Bahnhofstraße.

Die Turnhalle, die auch das Domizil des Jugendklubs ist, soll 2012 saniert werden. Foto: Gerd Schmidl

Foto: zgt

Neustadt. Hier verlaufen die Gehwege zum Teil über Privatgrund. Die entsprechenden Flächen muss die Gemeinde ankaufen. Dafür waren im laufenden Haushalt 17 000 Euro vorgesehen. Zur Einwohnerversammlung in der Vorwoche kündigte der Bürgermeister an, dass in der Rennsteigstraße ähnliche Probleme noch zu lösen seien. Ein weit größerer finanzieller Brocken ist die geplante Sanierung der Turnhalle, in der sich auch der Jugendklub befindet. Noch gebe es eine Förderquote von 65 Prozent, wobei Macheleidt das "Noch" ausdrücklich betonte. Schließlich ende das Förderprogramm 2013, was danach komme, wisse niemand. Aber in der Regel sinken die Zuschüsse. Zu den dringlichsten Arbeiten gehören Dach- und Fassadensanierung sowie Trockenlegung der Grundmauern. Der Bürgermeister hofft zudem, dass noch Spielraum für die Erneuerung der Elektroanlage bleibt. Alles in allem wären dafür etwa 305 000 Euro nötig. Einen ersten Bewilligungsbescheid über 130 000 Euro hatte die Gemeinde auch in diesem Jahr erhalten und einen Bauantrag gestellt. Pferdefuß des Vorhabens, bei einer Erneuerung des Daches ist mittlerweile eine Wärmedämmung Pflicht. Man habe in diesem Jahr weitere Fördermittel beantragt, schließlich rangiert Neustadt in der Prioritätenliste des entsprechenden Förderprogramms auf Platz zwei. Ehrgeiziges Ziel sei es, die Sanierung im Spätherbst 2012 abzuschließen. Längerfristig, aber auch mit Startermin 2012 sind die Vorhaben im Rahmen des Rennsteigprogramms unter Federführung des Regionalverbundes Thüringer Wald. Am Bauhof soll ein Parkplatz entstehen. Eine Beleuchtung sei zunächst nicht vorgesehen, so der Bürgermeister auf eine entsprechende Anfrage. Er verwies auf noch kleinere aber notwendige Straßenbaumaßnahmen. Denn schließlich zahlten auch die dortigen Grundstückseigentümer Straßenausbaubeiträge, ergo hätten sie auch Anspruch, dass auch diese kleinen Abschnitte in absehbarer Zeit ausgebaut würden. Das Rennsteigprojekt sieht außer dem Parkplatz eine neue Beschilderung und Ruhezonen für Wanderer vor. Dafür sind laut Dirk Macheleidt 14 000 Euro veranschlagt. Was zunächst ein überschaubarer Betrag ist. Doch mit dem Programm ist für die Kommune auch die Verpflichtung verknüpft, die Anlagen über 25 Jahre zu erhalten und es sei wenig wahrscheinlich, dass die Holzteile einer Sitzgruppe diese Zeit durchhält. Selbst bei einem Bitumen-Parkplatz sei dies unwahrscheinlich, stimmte er schon mal auf künftige Unterhaltungskosten als feste Haushaltsgröße ein. Ein Auf und Ab der geschätzten Kosten gibt es beim Radwegeprojekt Ilmenau - Großbreitenbach - Rennsteig. Das Gemeinschaftsvorhaben des Ilmkreises und der Anliegergemeinden - ausgenommen Möhrenbach, da der Ort doch ein gutes Stück abseits der alten Bahntrasse liegt - sollte Neustadt ursprünglich nur 4000 Euro kosten. Zwischenzeitlich erhöhte sich laut Bürgermeister die Summe aber auf 29 000 Euro. Nun gebe es eine neue Variante - der Forst habe Wegabschnitte ausgebaut. Ob diese allerdings dem Radwegestandard oder den Ansprüchen der Planer genügen, müsse man abwarten. Sollte dem so sein, könnte sich der Neustädter Anteil auf 5000 bis 8000 Euro reduzieren.

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