Neues Verfahren optimiert Qualität beim Fernsehen über das Internet

Ilmenau.  Kandidat für Thüringer Innovationspreis: Ein automatisches Messverfahren von der TU Ilmenau und der Telekom kann das Streaming verbessern.

Projektleiter Alexander Raake von der TU Ilmenau.

Projektleiter Alexander Raake von der TU Ilmenau.

Foto: Frances Theres Beier / OTZ

Immer mehr Serien, Filme oder Dokumentationen werden über das Internet angesehen, also gestreamt. Dabei können die Nutzer zu jeder Zeit alle Inhalte abrufen. Die Technische Universität Ilmenau hat in Kooperation mit der Telekom neue Verfahren entwickelt, die automatisch die Qualität dieser Audio- und Videodateien bestimmen können, die über Streamingdienste übertragen und wiedergeben werden. Abhängig davon, wie gut der Netzempfang ist, kann es dabei zu Störungen kommen. „Der Stream, also der Film, fängt beispielsweise etwas verpixelt an, weil eine Art Speicher mit Daten aufgefüllt werden muss und läuft dann aber gut weiter. Guckt man mobil mit dem Smartphone und eine Netzstörung tritt auf, bricht die Qualität wieder ein und der Film kann stehen bleiben“, so Alexander Raake. Er leitet das Fachgebiet für audiovisuelle Technik an der Uni.

Wie die Qualität während des Guckens empfunden wird, ist ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg der Streamingdienste sowie für den des Netzbetreibers, über den die Dienste verwendet werden. Mit Hilfe von automatisierten Modellen zur Qualitätsmessung sind die Forscher in der Lage vorherzusagen, wie echte Verbraucher die Audio,- Video- und Gesamtqualität des Streams empfinden. Dazu sind Tests mit Probanden durchgeführt worden. In denen haben sich diese Filmsequenzen angesehen, die sie mit einer Punkteskala bewerten sollten. Mit dem Messverfahren kann die Qualität von Videostreamingdiensten optimiert werden.