Olaf Waldhoff überraschend verstorben

Thörey (Ilm-Kreis). Freunde, Vertreter der Thüringer Wirtschaft und des Sports sind tief über den plötzlichen Tod des Geschäftsführers der Thüringer Niederlassung des Getränkegroßhändlers Waldhoff betroffen.

2010 beging Olaf Waldhoff (links) mit seiner Firma 20-jähriges Bestehen .Archiv-Foto: Jens König

2010 beging Olaf Waldhoff (links) mit seiner Firma 20-jähriges Bestehen .Archiv-Foto: Jens König

Foto: zgt

Bestürzung und Trauer herrschten in der Thüringer Niederlassung des Getränkegroßhändlers Waldhoff. Deren Geschäftsführer, Olaf Waldhoff, ist 52-jährig verstorben. Waldhoff hat vor rund einem Jahr erneut geheiratet. Seine Frau offenbarte ihm vor Weihnachten, schwanger zu sein.

Olaf Waldhoff wurde am 31. Juli 1962 in Holzminden geboren, wohnte in Erfurt und hat nach der Wende in Thüringen einen landesweit agierenden Getränkegroßhandel aufgebaut.

Gerald Grusser, der Hauptgeschäftsführer der Erfurter IHK, würdigte Waldhoff als einen Unternehmer, der zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen hat und das Unternehmen zu überregionaler Bedeutung führte. Grusser strich zugleich das soziale Engegemant Olaf Waldhoffs heraus. Tiefe Trauer auch bei Günther Ramthor, dem ehemaligen Geschäftsführer der Apoldaer Vereinsbrauerei. Er war einer der ersten, der nach der Wende mit Olaf Waldhoff zusammengearbeitet hat. "Damals noch im Container in Gispersleben", erinnert sich Ramthor.

"Völlig unfassbar", reagierte der Erfurter Rechtsanwalt Heinz-Jochen Spilker, ein enger Freund und geschäftlicher Weggefährte Waldhoffs und dessen Familie. Er schilderte ihn als einen Mann, "der nicht danach strebte, im Mittelpunkt zu stehen. Der aber sehr großzügig war und sich sozial und als Sponsor engagierte. Nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport." Dieses Engagement war mit der höchsten Auszeichnung des Thüringer Landessportbundes, der Ehrenurkunde im Ledereinband, gewürdigt worden.

Tief bewegt erinnert sich Wilfried Mohren vom Fußball-Club Rot-Weiß Erfurt: "Unser Klub ist sehr betroffen vom Tod Olaf Waldhoffs, der dem Erfurter Sport sehr nahestand. Auch dem FC Rot-Weiß hat er als Sponsor in den letzten Jahren immer wieder geholfen."

Dr. Alfred Geiger, Präsident des Tennisclubs ETC Rot-Weiß, kann es ebenfalls kaum fassen, dass Waldhoff tot ist: "Wie schwer der Verlust ist, lässt sich kaum ausdrücken. Für die Stadt, für den Sport und vor allem für die Familie. Das macht uns tief traurig und betroffen. In Gedanken sind wir bei der Familie. Was Olaf Waldhoff in den vielen Jahren geschaffen hat, ist außerordentlich. Dass er eine Bundesliga-Mannschaft im Tennis gefördert hat, ist einmalig in Ostdeutschland."

Das Waldhoff-Unternehmen ist ein Getränkegroßhändler mit fünf Logistikstandorten in Höxter, Kassel, Hameln und Paderborn sowie in Thörey (Ilm-Kreis).

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