Präsident der Handwerkskammer fordert Ausweitung der Meisterprämie

Gera.  Der Ostthüringer Kammerpräsident Klaus Nützel appelliert bei einer Meisterfeier in Gera an die Politik, das Handwerk mehr zu unterstützen

Patrick Lindner wurde bei der Meisterfeier der Handwerkskammer für Ostthüringen als Vertreter der Gewerke ausgezeichnet.

Patrick Lindner wurde bei der Meisterfeier der Handwerkskammer für Ostthüringen als Vertreter der Gewerke ausgezeichnet.

Foto: Sibylle Göbel

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Deutlich mehr Unterstützung für das Handwerk hat der Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen von der Politik eingefordert. In einer leidenschaftlichen Rede bei der Meisterfeier für 127 Jungmeister und 17 Betriebswirte sprach sich Klaus Nützel für einen Abbau von Bürokratie und ein Ende des „Akademisierungswahns“ aus.

Zudem verlangte der Kammerpräsident vor rund 500 Gästen im Kultur- und Kongresszentrum eine Ausweitung der Meisterprämie auf alle erfolgreichen Meisterabsolventen in Thüringen. Derzeit gebe es nur eine Prämie in Höhe von 1000 Euro für die besten Absolventen jedes Gewerkes. Viele andere Bundesländer zahlten hingegen jedem frischgebackenen Jungmeister eine Prämie – Sachsen und Hessen beispielsweise 1000 Euro, Bayern 2000 Euro und Niedersachsen sogar 4000 Euro.

Gründungsprämie von bis zu 15.000 Euro

Zudem werde in anderen Bundesländern eine Meistergründungsprämie von 10.000 Euro (Sachsen-Anhalt) oder sogar bis zu 15.000 Euro (Berlin) gezahlt, wenn Meisterabsolventen einen eigenen Betrieb gründen oder ein bestehendes Handwerksunternehmen übernehmen. „Da stellt sich mir schon die Frage, warum die Thüringer Landesregierung das nicht auf den Weg bringen kann“, sagte Nützel.

Nur mit einer solchen Gründungsprämie können dem stetigen Verlust von Handwerksbetrieben im Freistaat, die keinen Nachfolger finden, entgegengewirkt werden.

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